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01.01.2015

18:05 Uhr

Gute Vorsätze

Nehmen Sie sich Zeit für Ihr Geld!

VonJessica Schwarzer

Alle Jahre wieder fassen wir pünktlich zu Neujahr gute Vorsätze: mehr Sport, weniger Fast Food, mehr Entspannung, weniger Stress. Wie wäre es dieses Jahr mit ein paar guten Absichten für die eigenen Finanzen?

Getty Images

DüsseldorfBeim Sparen macht uns Deutschen so schnell keiner etwas vor.  Monat für Monat legen wir gut zehn Prozent unseres Geldes auf die Seite, im Durchschnitt, versteht sich. Auch wenn die Sparbegeisterung in den vergangenen Jahren etwas nachgelassen hat, kann sich diese Quote im internationalen Vergleich noch immer sehen lassen.

Nur leider sparen die meisten von uns  völlig falsch. Denn obwohl die Zinsen seit Monaten extrem mickrig sind, legen die Menschen ihr Geld bevorzugt auf dem Sparbuch oder dem Tagesgeldkonto an. Knapp drei Viertel der Deutschen wählen diese Niedrigzinsprodukte für ihr Geld.

Wo die Deutschen ihr Geld lagern

Festverzinsliche Wertpapiere (inklusive Zertifikate)

216 Milliarden Euro (vier Prozent)

Sonstige Anteilsrechte (zum Beispiel GmbH-Anteile)

199 Milliarden Euro (vier Prozent)

Aktien

300 Milliarden Euro (sechs Prozent)

Sonstige Anlageformen

355 Milliarden Euro (sieben Prozent)

Investmentfonds

450 Milliarden Euro (neun Prozent)

Versicherungen

1552 Milliarden Euro (30 Prozent)

Bargeld und Einlagen

2082 Milliarden Euro (40 Prozent)*

*Quelle: Deutsche Bundesbank

Nach Zahlen der Deutschen Bundesbank liegen rund 40 Prozent des Geldvermögens der Deutschen auf Konten und Sparbüchern – insgesamt gut zwei Billionen Euro.

Eine gigantische Summe, die da mehr oder weniger unverzinst schlummert. Und ihre Kaufkraft schmilzt von Tag zu Tag. Denn nach Abzug von Inflation, Kosten und gegebenenfalls Abgeltungssteuer erzielen die fleißigen Sparer eine negative Realrendite. Und das kann nicht Ziel der Geldanlage sein.

Deshalb mein Appell: Denken Sie doch zum Jahreswechsel mal über Ihr Geld nach - und darüber, wie Sie es investiert haben. Wie viel Geld liegt auf dem Tagesgeldkonto oder Sparbuch? Sitzen Sie auf Bundesanleihen, die kaum noch Rendite abwerfen? Wie hoch ist Ihre Aktienquote? Stimmt Ihre Depotzusammenstellung überhaupt (noch) mit Ihrer Anlagestrategie und Ihrer Risikobereitschaft überein? Verschenken Sie Geld?

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