Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

13.04.2006

17:42 Uhr

Handel mit Endesa-Aktien vor Eon-Offerte

Bafin sieht Insiderhandel-Verdacht erhärtet

Die deutsche Finanzaufsicht geht im Zusammenhang mit der geplanten Übernahme des spanischen Energieversorgers Endesa durch den Eon-Konzern dem Verdacht auf verbotene Insidergeschäfte nach.

HB DÜSSELDORF. „Wir haben eine förmliche Untersuchung wegen des Verdachts des Insiderhandels in Aktien der Endesa eingeleitet“, sagte eine Sprecherin der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) am Donnerstag in Bonn. Es werde nicht gegen bestimmte Personen oder Firmen ermittelt. Nach dem Übernahmeangebot der Eon AG für Endesa hatte die Bafin zunächst routinemäßig die Handelsbewegungen mit den Aktien beider Unternehmen überprüft.

Gleichzeitig dementierte die Sprecherin einen Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“, wonach sich die Untersuchungen gegen verbotene Insidergeschäfte mit Eon-Aktien konzentrierten. Ein Eon-Sprecher sagte: „Wir haben keine Kenntnisse von dem Vorgang.“

Deutschlands größter Energiekonzern will den spanischen Energieversorger für 29,1 Mrd. Euro schlucken. Eon hatte im Februar ein Übernahmeangebot für alle Aktien von Endesa zu einem Preis von 27,50 je Aktie in bar abgeben. Nach der Offerte legten die Eon-Aktien um bis zu sechs Prozent zu, die Titel der Endesa schnellten in Madrid fast zehn Prozent in die Höhe. Die spanische Regierung hatte erklärt, Regierungschef Jose Luis Rodriguez Zapatero sei am Tag vor der Offerte von Bundeskanzlerin Angela Merkel über die Eon-Pläne unterrichtet worden.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×