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05.01.2011

10:54 Uhr

Handelsblatt Börsenspiel

Viele kleine Schritte führen zum Millionengewinn

VonRalf Drescher

Beim Handelsblatt Börsenspiel mit rund 19 000 Teilnehmern erzielt der Sieger eine Rendite von mehr als 7 000 Prozent – und gewinnt einen Porsche. 1,4 Mio. Euro machte der Münchener aus einem Startkapital von 20 000 Euro. Sein Erfolgsrezept klingt simpel.

Ein Porsche 911 Carrera S Coupé geht an den Sieger des Börsenspiels.

Ein Porsche 911 Carrera S Coupé geht an den Sieger des Börsenspiels.

Die Entscheidung beim Handelsblatt Börsenspiel ist gefallen: Der souveräne Sieger heißt „champs9“ alias Klaus Neukert aus München. Der 30-jährige Wertpapierhändler bewies ein exzellentes Gespür für die Märkte. Binnen drei Monaten machte er aus 20 000 Euro in seinem virtuellen Spieldepot 1,434 Millionen Euro. Das entspricht einer Rendite von mehr als 7 000 Prozent. Mit dieser Leistung hielt Neukert die Konkurrenz klar auf Distanz. Zum Lohn darf er künftig mit einem Porsche 911 Carrera S Coupé durch München fahren.

Das Erfolgsrezept des Siegers, der nach eigenen Angaben zum ersten Mal an einem Börsenspiel teilnahm, klingt simpel : „Ich habe versucht, sehr konsequent zu handeln, bei Verlusten immer schnell auszusteigen und auf keinen Fall zu gierig zu werden“, beschreibt Neukert seinen Ansatz. In seiner Anlagestrategie sah das so aus, dass er in sehr kurzen Abständen mit Hebelprodukten auf den Dax spekulierte und schon bei kleinen Gewinnen von einigen Cent wieder ausstieg. „Am Anfang habe ich alles mitgenommen, um ein Grundkapital aufzubauen. Da hatte ich Glück, dass ich mit meiner Marktmeinung häufiger richtig als falsch lag. Mit wachsendem Depotwert konnte ich dann Positionen auch mal länger durchhalten“, erklärt er.

Was im Börsenspiel bestens funktionierte, ist nicht ohne Weiteres auf die Realität übertragbar. „Mit Spielgeld handelt es sich komplett sorgenfrei. Ich glaube nicht, dass ich dauerhaft solche Risiken mit eigenem Geld eingegangen wäre“, gibt Spielsieger Neukert zu.

Riskante Strategien verfolgten auch viele andere der Top-Platzierten im Börsenspiel. Beispielsweise der Zweitplatzierte „Xemac“. Neben Aktien von Nordex, Daimler und IVG Immobilien handelte er Risikopapiere der irischen Bank of Ireland und Allied Irish Bank. Außerdem investierte er intensiv in Knock-out-Zertifikate auf den Dax und den Goldpreis.

Noch spekulativer mochte es „hertha-silvio“, der es als Dritter aufs Treppchen schaffte. Sein Spezialgebiet waren volatile Pennystocks wie Tria IT Solutions, Arquana, Wizcom, Thielert oder VCL Film+Medien. Mit VCL erzielte er auch einen Großteil seines Gewinnes: Ende November kaufte er eine Million Aktien des Unternehmens für sechs Cent und verkaufte sie zwei Wochen später für 16 Cent je Aktie.

Neben den spekulativen Anlegern gab es unter den knapp 19 000 Teilnehmern aber auch zahlreiche, die das Spiel dafür nutzten, Erfahrungen an der Börse zu sammeln: „Viele Teilnehmer haben neue Anlagestrategien ausprobiert, sich an Aktien, aber auch an Anleihen oder ETCs versucht“, sagt Edda Vogt, Projektmanagerin bei der Deutschen Börse. Mit Spezialsituationen wie dem Bezugsrechtshandel der Deutschen Bank hätten viele Anleger über das Spiel erstmals Erfahrung gesammelt. Die Milliarden-Kapitalerhöhung im Herbst machte die Deutsche-Bank-Aktie auch zum beliebtesten Wertpapier im Börsenspiel. Gut 7 600 mal wurde sie ge- oder verkauft. Ähnlich oft ging nur die Aktie des Chipkonzerns Infineon um. Weitere Favoriten der Anleger waren die Autowerte BMW, VW und Daimler sowie die Titel von Borussia Dortmund. Am Anleihemarkt setzten die Spieler vor allem auf hochrentierliche Titel aus Griechenland und Venezuela.

Dank des positiven Börsenumfelds im Herbst schafften insgesamt rund 52 Prozent aller Teilnehmer ein positives Ergebnis – und zwar sowohl in der Gesamtwertung als auch in den Kategorien Schüler und Studenten. Bei letzteren steht der Gesamtzweite „Xemac“ mit einem Depotwert von 218 000 Euro ganz vorne. Bei den Schülern investierte der Spieler „Isch“ am besten. Ohne Hebelprodukte, die in dieser Kategorie ausgeschlossen waren, erreichte er einen Depotwert von 56 700 Euro.

Alle Ergebnisse finden Sie unter www.handelsblatt.com/boersenspiel.

Kommentare (5)

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SchlechtsTiming

05.01.2011, 17:52 Uhr

in dem Artikel steht: "Alle Ergebnisse finden Sie unter www.handelsblatt.com/boersenspiel.", doch leider finden sich dort noch immer keine aktuellen Endergebnisse...schade, an der börse klappt das Timing besser ;)

Gekko91

05.01.2011, 19:12 Uhr

Viel Spaß wünsche ich mit dem Porsche.
Das börsenspiel hat sehr viel Spaß gemacht. DANKE

grenanke

06.01.2011, 00:47 Uhr

findet so etwas in absehbarer zeit nochmal statt??

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