Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

17.01.2005

06:00 Uhr

Harry Potter gibt Bloomsbury bezaubernde Zukunft

Magie im Depot

VonCarolyn Braun

Walle! Walle manche Strecke, dass, zum Zwecke, Gelder fließen und mit reichem, vollem Schwalle sich in ihr Depot ergießen? Ein modernerer Zauberlehrling jedenfalls hat den Anlegern des britischen Verlags Bloomsbury rechtzeitig zu Weihnachten zauberhafte Gewinne beschert.

HB DÜSSELDORF. Als Bloomsbury meldete, das neue, sechste „HarryPotter“-Buch ab dem 16. Juli in Großbritannien, Kanada, Australien, Neuseeland und Südafrika zu vertreiben, legte die Aktie tüchtig zu – von rund 270 auf knapp 305 Pence.

Doch scheint die Euphorie ein bisschen verfrüht. „Harry-Potter“- Autorin Joanne K. Rowling hatte von Anfang an gesagt, mit dem siebten Band werde nicht nur Harrys Schulzeit auf dem Hogwards-Internat für Hexenkunst vorbei sein, sondern auch die außergewöhnlich erfolgreiche Buch-Reihe. Da ändert es nichts, dass der neu angekündigte „Harry Potter and the Half-Blood Prince“ schon jetzt, ein halbes Jahr vor seiner Veröffentlichung, in der englischen Version den ersten Platz auf den Verkaufslisten des Internet- Buchhändlers Amazon belegt.

Das klingt wie ein echtes und absehbares Problem für Bloomsbury: Schließlich machen die Londoner etwa die Hälfte ihres Umsatzes mit dem neunmalklugen Jung-Hexer, der die magische wie die nicht-magische Welt vor dem Siegeszug des Bösen bewahren soll. Und vor der Veröffentlichung des ersten Potters im Jahr 1997 war das 1984 gegründete Haus eher unbekannt. Auch wenn die „Harry Potter“-Bücher nach der Veröffentlichung des jüngsten Bandes sicher nicht sofort aus den Regalen verschwinden werden und Bloomsbury weiterhin die Vertriebsrechte für die englischen Ausgaben weltweit – mit Ausnahme der USA – hält: Nachrichten von Joanne K. Rowling darüber, wie weit der in Arbeit befindliche Band denn nun gediehen sei, werden Anleger nicht mehr in Atem halten.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×