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24.09.2012

14:14 Uhr

Hemdenfabrikant

Eterna sammelt 35 Millionen Euro ein

Eterna ist der Sprung auf den Kapitalmarkt gelungen: Bereits nach zwei Stunden wurde die Zeichnungsfrist für die erste Anleihe des Hemdenherstellers vorzeitig beendet. Das Unternehmen strich 35 Millionen Euro ein.

Garnrollen: Eterna wagt den Sprung auf den Kapitalmarkt. dpa

Garnrollen: Eterna wagt den Sprung auf den Kapitalmarkt.

DüsseldorfDer Hemdenhersteller Eterna hat mit seiner ersten Anleihe Millionen am Kapitalmarkt eingesammelt und will nun seine Expansion vorantreiben. Eterna wolle neue Filialen eröffnen, das margenstarke Online-Geschäft ausbauen und auch in Asien und Russland wachsen, sagte der geschäftsführende Gesellschafter Peter Rentsch am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. Langfristig sei auch ein Börsengang „eine Option“ - Miteigner von Eterna ist der Finanzinvestor Alpha Group, der bereits den Modekonzern Tom Tailor an den Aktienmarkt gebracht hat.

Eterna gelang am Montagmorgen eine erfolgreichen Premiere am Kapitalmarkt: Bereits nach zwei Stunden wurde die Zeichnungsfrist für die Anleihe vorzeitig beendet. Eterna sammelte mit dem Bond 35 Millionen Euro ein, bei einem Zinskupon von jährlich acht Prozent soll die Anleihe fünf Jahre lang laufen. Rund 24,5 Millionen Euro aus der Anleihe sollen in die Rückführung und Refinanzierung von Bankdarlehen gesteckt werden. Die übrigen zehn Millionen Euro sollen in die Expansion investiert werden, kündigte Rentsch an. So will der Manager das Ladennetz des Hemden- und Blusenherstellers ausbauen.

43 eigene Geschäfte betreibt Eterna bereits, binnen fünf Jahren soll diese Zahl verdoppelt werden. Rund zehn Neueröffnungen pro Jahr seien möglich, betonte Rentsch - denkbar sei dabei auch, das Ladennetz in Österreich und der Schweiz auszubauen. Auch Wettbewerber wie Seidensticker setzen auf eigene Filialen, um die gesamte Wertschöpfungskette abzudecken. Seidensticker hat ebenfalls schon eine Anleihe begeben. Die Firmen wollen sich damit unabhängiger von den Banken machen - auch weil diese in Zukunft wegen neuer Regularien bei Krediten möglicherweise vorsichtiger vorgehen werden.

Rentsch will zudem den Export ankurbeln und hat hier vor allem den russischen Markt und Asien im Visier. Konsumzurückhaltung durch die Euro-Krise spüre Eterna derzeit nicht, das Unternehmen habe wenig Geschäft etwa in Spanien oder Portugal. Skandinavien und Russland seien für Eterna wichtiger. Für Deutschland sei er ebenfalls nicht pessimistisch. Insgesamt sei Eterna in 44 Ländern vertreten und habe eine Exportquote von 29 Prozent, die auf 40 Prozent gesteigert werden solle.

Auch im Internet will das Unternehmen wachsen. Rund 3,5 Prozent des Umsatzes - er lag 2011 bei knapp 97 Millionen Euro - stammen aus dem Online-Geschäft, am Textil-Geschäft insgesamt mache der Internet-Anteil rund zwölf Prozent aus. „Wir haben also noch viel Luft nach oben“, betonte Rentsch, der selbst rund 6,6 Prozent der Eterna-Anteile hält.

Von

rtr

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