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10.06.2013

13:37 Uhr

Hochzinsanleihen

Ist die Party vorbei?

Das Zinstief verführt Unternehmen zum Schuldenmachen und renditehungrige Anleger zu riskanten Investitionen. Junkbonds werden ausgegeben wie nie. Doch geht das billige Geld der Fed aus, könnte die Party böse enden.

Händler an der Frankfurter Börse. Das billige Geld der Notenbanken finden seinen Weg nicht nur in Aktien, sondern auch in Hochzinsanleihen. dpa

Händler an der Frankfurter Börse. Das billige Geld der Notenbanken finden seinen Weg nicht nur in Aktien, sondern auch in Hochzinsanleihen.

Frankfurt/LondonDie Verluste bei europäischen Hochzinsanleihen weiten sich aus. Gleichzeitig liegt das Emissionsvolumen von Junkbonds dieses Jahr bereits höher als im gesamten vergangenen Jahr, da die Unternehmen die rekordniedrigen Finanzierungskosten nutzen.

Anleger haben in den ersten fünf Tagen des laufenden Monats 0,6 Prozent Verlust erlitten, nach 0,6 Prozent im Mai, wie ein Index der Bank of America Merrill Lynch zeigt. Seit Jahresbeginn wurden Hochzinsanleihen für 34,6 Milliarden Euro begeben. Das war der höchste jemals zu dieser Jahreszeit verzeichnete Stand, wie aus Daten von Bloomberg hervorgeht.

Ratings der größten Volkswirtschaften der Welt

USA

S&P Rating: AA+
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: AAA

Ausblick: Negativ

China

S&P Rating: AA-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aa3
Ausblick: Positiv

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Japan

S&P Rating: AA-
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Aa3
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: A+
Ausblick: Negativ

Deutschland

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Frankreich

S&P Rating: AA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aa1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AA+
Ausblick: Stabil

Vereinigtes Königreich

S&P Rating: AAA
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Aa1
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: AA+
Ausblick: Stabil

Brasilien

S&P Rating: BBB
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Baa2
Ausblick: Positiv

Fitch Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Italien

S&P Rating: BBB
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Baa2
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Russland

S&P Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Baa1
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Indien

S&P Rating: BBB-
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Baa3
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: BBB-
Ausblick: Stabil

Kanada

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Australien

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Spanien

S&P Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Baa3
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Schweiz

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Die beispiellose Rally an den Anleihemärkten, die Junkbonds im vergangenen Jahr einen Gewinn von nahezu 15 Prozent beschert hat, ist jedoch gefährdet: Die US-Notenbank hat angedeutet die Schwemme billigen Geldes einzudämmen. Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen bewegt sich nahe einem 14-Monats- Hoch, und ein ähnlicher Anstieg der Renditen europäischer Benchmarkanleihen könnte sich zusammen mit der immer noch schrumpfenden Wirtschaft als üble Mischung für die Anleihegläubiger erweisen.

Die Kosten für die Absicherung europäischer Hochzinsanleihen gegen einen Zahlungsausfall sind im vergangenen Monat vom niedrigsten Stand seit zwei Jahren gestiegen. Der Markit iTraxx Crossover Index für Kreditausfallswaps (CDS) auf 50 Unternehmen mit Junk-Status hat seit dem 22. Mai um 80,5 auf 446,5 Basispunkte angezogen. „Die Investoren sind besorgt darüber, was mit den großen Mengen renditesuchenden Geldes passieren wird, die ihren Weg zu den Anleihen gefunden haben”, sagte Hans Lorenzen, Kreditstratege bei Citigroup Inc. in London. „Werden die Anleger sich dafür entscheiden, dass die Party vorbei ist und es Zeit ist, weiterzuziehen?”

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