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13.02.2015

12:51 Uhr

Hoffnung in Griechenland

Athener Börse legt kräftig zu

Investoren setzen wohl auf eine baldige Lösung des griechischen Schuldenstreits und greifen bei griechischen Aktien zu. Allen voran steigen Aktien, die zuvor stark unter Druck geraten waren.

Die Athener Börse befindet sich im Aufwind – vor allem Bankaktien legen zu. dpa

Athens Börse

Die Athener Börse befindet sich im Aufwind – vor allem Bankaktien legen zu.

AthenDie Einigung auf Expertengespräche im Schuldenstreit mit Griechenland haben die Kurse an der Athener Börse weiter nach oben getrieben. Der Leitindex der griechischen Börse legte am Freitagvormittag in den ersten Handelsminuten um über 7,6 Prozent zu. Überdurchschnittlich stark profitierten Banktitel. Schon am Donnerstag hatten die Kurse der Unternehmen an der Athener Börse 6,7 Prozent an Wert gewonnen.

Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras hatte am Donnerstag am Rande des EU-Gipfels den Expertengesprächen zugestimmt. Dabei sollen Vertreter der Gläubiger-Troika prüfen, wie das derzeitige Hilfsprogramm für Athen und die griechischen Pläne für eine Lockerung der Spar- und Reformauflagen vereinbar sein könnten.

Mario Draghi in Zitaten

Amtsantritt am 3.November 2011 in Frankfurt

„Wir werden von niemandem gedrängt. Wir sind unabhängig. Wir bilden uns unsere eigene Meinung.“

26. Juli 2012 in London

„Die EZB ist bereit, im Rahmen ihres Mandats alles zu tun, was nötig ist, um den Euro zu retten. Und glauben Sie mir: Es wird genug sein.“

EZB-Sitzung am 4. Juli 2013

„Der EZB-Rat erwartet, dass die Zinssätze der EZB für einen längeren Zeitraum auf dem aktuellen Niveau oder darunter bleiben werden.“

Nach der Leitzinssenkung am 7. November 2013

„Wenn wir Deflation verstehen als einen weit verbreiteten Verfall von Preisen in vielen Warengruppen und in mehreren Ländern – das sehen wir nicht.“

Gespräch mit Altkanzler Schmidt am 7. November 2013

„Ich bin sehr bewegt von Helmut Schmidts Worten und sollte dafür wirklich dankbar sein. Komplimente sind Mangelware in diesen Tagen.“

EZB-Sitzung am 3. April 2014

„Der EZB-Rat ist sich einig, dass die EZB gegebenenfalls auch weitere unkonventionelle Maßnahmen im Rahmen ihres Mandats einsetzen wird, um die Risiken einer zu langen Periode niedriger Inflationsraten in den Griff zu bekommen.“

EZB-Sitzung am 8. Mai 2014

„Der EZB-Rat fühlt sich wohl damit, beim nächsten Mal zu handeln.“

EZB-Konferenz am 26. Mai 2014

„Wir werden nicht zulassen, dass die Inflation zu lange auf zu niedrigem Niveau bleibt.“

EZB-Sitzung am 5. Juni 2014

„Die Sorgen der Sparer sollten ernst genommen werden.“

Das Griechenland-Hilfsprogramm läuft Ende Februar aus, ohne weitere Unterstützung droht dem hoch verschuldeten Land in den kommenden Monaten die Pleite. Die neue Regierung in Athen wirbt seit Wochen für mehr Flexibilität bei den Hilfsauflagen und will einen Teil der bisherigen Reformen zurücknehmen. Am Mittwochabend war eine Einigung auf die Expertengespräche bei einem Treffen der Euro-Finanzminister noch gescheitert.

Dirk Müllers Cashkurs

„Unsere Griechenland-Politik führt in die Katastrophe“

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Die erste Gesprächsrunde sollte am Freitag in Brüssel stattfinden. Auf Seiten der Gläubiger stehen Experten der drei Institutionen Europäische Zentralbank (EZB), Internationaler Währungsfonds (IWF) und EU-Kommission. Das Format entspricht damit der bisherigen Gläubiger-Troika, mit der Athen eigentlich nicht mehr verhandeln wollte, weil sie in Griechenland als Symbol einer fehlgeleiteten Sparpolitik gilt.

Von

afp

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