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26.08.2013

18:21 Uhr

Immobilienkonzern

Letzter Großaktionär bei IVG auf dem Rückzug

Der Immobilienkonzern IVG steckt in einer tiefen Existenzkrise, das Unternehmen ist hoch verschuldet. Es läuft bereits ein Schutzschirmverfahren. Nun hat auch der letzte Großaktionär seinen Rückzug angekündigt.

Der Sitz des Immobilienkonzerns IVG. Das Unternehmen hatte im August ein Schutzschirmverfahren nach dem neuen deutschen Insolvenzrecht beantragt. dpa

Der Sitz des Immobilienkonzerns IVG. Das Unternehmen hatte im August ein Schutzschirmverfahren nach dem neuen deutschen Insolvenzrecht beantragt.

FrankfurtBeim kriselnden Immobilienkonzern IVG ist nun auch der letzte verbliebene Großaktionär auf dem Rückzug. Die Familie der ehemaligen Eigentümer der Möbelhauskette „Mann Mobilia“ aus Karlsruhe hielt zum 22. August noch 9,24 Prozent der Anteile, wie der Bonner Konzern am Montag mitteilte. Zuletzt waren es knapp 15 Prozent, davor sogar noch mehr. Doch die Anteile sind an der Börse ohnehin wertlos geworden.

Hintergrund ist die tiefe Existenzkrise, in der das hochverschuldete Unternehmen steckt. Gespräche mit den Gläubigern über einen freiwilligen milliardenschweren Schuldenschnitt waren in der vergangenen Woche gescheitert. Daraufhin hatte die IVG ein Schutzschirmverfahren nach dem neuen deutschen Insolvenzrecht beantragt.

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Einen Tag nach dem Antrag auf einen gerichtlichen Schutzschirm hat das hoch verschuldete Immobilienunternehmen IVG grünes Licht bekommen. Der Vorstand darf das Unternehmen jetzt unter Aufsicht sanieren.

Damit hat der Konzern weitere drei Monate Zeit, eine Sanierungslösung auszuhandeln, ohne dass die Gläubiger die Reißleine ziehen können. An den Eckpunkten des Sanierungskonzepts soll sich indes nichts ändern: Im Vorteil sind Geldgeber mit Sicherheiten. Die Aktionäre und Zeichner einer Hybridanleihe gehen dagegen leer aus.

Von

rtr

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