Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

15.10.2014

14:02 Uhr

Immobilienkonzern

TLG spekuliert auf Zukäufe für 200 Millionen Euro

Die Berliner Immobilienfirma TLG strebt unverändert Richtung Neuemission. Nach dem Börsengang will der Konzern seinen Wachstumskurs zu forcieren. Die Schlagkraft für Zukäufe soll auf über 200 Millionen Euro steigen.

Die Berliner Gewerbeimmobilien-Firma TLG hält unverändert an ihren Börsenplänen fest. dpa

Die Berliner Gewerbeimmobilien-Firma TLG hält unverändert an ihren Börsenplänen fest.

FrankfurtDer ostdeutsche Gewerbeimmobilienkonzern TLG will seinen Wachstumskurs nach dem Börsengang forcieren. Die Schlagkraft für weitere Portfolio-Zukäufe liege dann bei „deutlich über 200 Millionen Euro“, sagte Vorstand Niclas Karoff am Mittwoch in einer Telefonkonferenz.

Die Hälfte davon, etwa 100 Millionen Euro, sind jene Mittel, die der Gesellschaft aus dem Initial Public Offering (IPO) zufließen sollen.

Dass der Löwenanteil des Emissionserlöses – angepeilt werden insgesamt bis zu 507 Millionen Euro – an den Eigner Lone Star geht, sieht Karoff nicht als Problem: „Was wir verhindern wollten, ist, dass uns zu viel Geld auf einmal zufließt – und wir es gar nicht zeitnah ausgeben können.“

So läuft ein Börsengang ab

1. Auswahl einer Emissionsbank

Hat sich die Führungsebene eines Unternehmens zu einem Börsengang entschlossen, sind diverse Vorbereitungen zu treffen. Zunächst müssen Gespräche mit Banken geführt werden, um einen geeigneten Partner bei der Durchführung des IPO zu finden. Im weiteren Verlauf wird in der Regel eine der Banken zum Konsortialführer bestimmt, oftmals gehören dem Konsortium weitere Banken an, die an der Emission ebenfalls beteiligt werden.

2. Durchführung einer Unternehmensanalyse

Um die geplante Gesellschaft zu analysieren, wird eine Due Diligence-Prüfung durchgeführt. In deren Verlauf wird der Unternehmenswert ermittelt. Die Analyse mündet in der Formulierung eines rechtlich verbindlichen Börsenprospektes, der Voraussetzung für den Handel an der Börse ist.

3. Roadshow

Im Rahmen einer so genannten Roadshow wirbt das Unternehmen auf Basis des Börsenprospektes Investoren für den eigenen Börsengang. Dabei werden die Informationen der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Ziel einer Roadshow ist es darüber hinaus, das potenzielle Interesse an den Aktien des eigenen Unternehmens auszuloten.

4. Festlegen eines Emissionspreises

Nach der Roadshow legen die Konsortialbanken eine ihrer Meinung nach angemessene Preisspanne fest, in deren Rahmen die Unternehmensaktien gezeichnet werden sollten. Der Emissionspreis liegt gemeinhin im Rahmen dieser so genannten Bookbuildingspanne und wird in Folge festgelegt. Alternativ kann die Gesellschaft auch einen Festpreis bestimmen.

5. Zuteilung der Aktien

Nach Festlegung des Emissionspreises können die Anteilsscheine den Investoren zugeteilt werden. Dabei werden die Aktien öffentlich zur Zeichnung angeboten. Während dieser vorher festgelegten Zeichnungsfrist legen sich potenzielle Anleger auf eine bestimmte Stückzahl fest. Ist die Nachfrage nach Aktien größer als das Angebot, spricht man davon, dass der Börsengang "überzeichnet" ist. Dann wird bestimmt, wie die Anteilsscheine zugeteilt werden.

6. Erstnotiz

Nach erfolgreicher Zuteilung der Aktien werden die Papiere erstmals an den Börsenparketts gehandelt. Dabei wird ein erster Kurs festgestellt, die so genannte Erstnotiz. Von diesem ersten Börsenkurs ist abhängig, ob die Investoren – in Abhängigkeit von dem gezahlten Emissionspreis – Zeichnungsgewinne oder -verluste einfahren.

7. Regulärer Handel an der Börse

Die Anteilsscheine können nun regulär am Kapitalmarkt gehandelt werden. Allgemeine Informationen zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren können Sie zum Beispiel hier einsehen.

Quelle

Bei den Zukäufen will sich die TLG weiterhin auf einzelne Objekte fokussieren, wie Karoff erläuterte. Eine Übernahme von Wettbewerbern habe er auf absehbare Zeit nicht auf dem Radar. Zu den börsennotierten Konkurrenten zählen unter anderem Alstria Office, Euroshop und DIC Asset.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×