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07.08.2014

14:36 Uhr

In der Gunst der Anleger

Bundesanleihen erleben Rekordhoch

Ukraine-Krise und Konflikte im Nahen Osten führen zu einem regelrechten Run auf Bundesanleihen. Nun erreichen sie ein neues Rekordhoch. Auch Staatspapiere Spaniens und Italiens sind bei Anlegern wieder beliebter.

Zinssenkungen oder andere Liquiditätsmaßnahmen wird EZB-Chef Mario Draghi wohl nicht ankündigen. AFP

Zinssenkungen oder andere Liquiditätsmaßnahmen wird EZB-Chef Mario Draghi wohl nicht ankündigen.

FrankfurtDer Wunsch der Anleger nach Sicherheit hat am Donnerstag den deutschen Bundesanleihen einen neuen Schub gegeben. Der Bund-Future stieg um 35 Ticks auf ein Rekordhoch von 149,17 Zähler. Entsprechend gaben die Renditen der zehnjährigen Bundesanleihen nach und fielen bis auf ein Rekordtief von 1,079 Prozent. „Es ist nur eine Frage der Zeit, wann wir die Ein-Prozent-Marke testen“, sagte ein Händler.

Neben der Ukraine-Krise und den Konflikten im Nahen Osten sorgten laut Händlern zuletzt enttäuschende Konjunkturdaten aus der Euro-Zone für den Run auf die Papiere. Mit Spannung warteten die Anleger auf die Pressekonferenz von EZB-Chef Mario Draghi. Zwar wurden keine Zinssenkungen oder andere Liquiditätsmaßnahmen erwartet. Doch dürfte Draghi auf die zuletzt schlechten Daten aus Deutschland angesprochen werden, vermuten Börsianer.

So war im Juni die deutsche Produktion schwächer als erwartet gestiegen und die deutschen Industrieaufträge eingebrochen. Nicht nur Bundesanleihen, sondern auch die Staatspapiere Spaniens und Italiens standen am Donnerstag wieder in der Gunst der Anleger höher, was die Renditen entsprechend in die Tiefe drückte.

Spanien zapfte zudem erfolgreich den Kapitalmarkt an. Für zehnjährige Kredite musste das Land den Anlegern mit durchschnittlich 2,686 Prozent so wenig Rendite bieten wie noch nie. Neben den zehnjährigen Bonds bot die Regierung auch fünfjährige Papiere an. Insgesamt nahm Madrid mit 3,1 Milliarden Euro etwas mehr Geld als geplant ein.

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Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Manfred Zimmer

08.08.2014, 16:41 Uhr

"Bundesanleihen erleben Rekordhoch"

Das muss doch Frau König, Präsidentin der BAFin auf den Plan rufen, den Versicherern noch mehr Geld zuzuschieben.

Wie denkt die Frau eigentlich wie es weiter gehen soll?
Jetzt hat Sie ihr Lebensversicherungsreformgesetz zu einem Zeitpunkt durch den Bundestag gedrückt als alle Anlagemärkte auf TOP-Niveaus standen und die Abgeordneten einmal mehr "Volkskammer" spielten.

Als nächstes darf wohl damit gerechnet werden, dass Lebensversicherten die Zahlung am Fälligkeitstag gänzlich gestrichen wird.

Dieser Vorstoß könnte nahtlos damit einhergehen, dass die Prämienzahlungen der Versicherten auch noch verdoppelt wird.

Merkt eigentlich niemand, das hier ein dreckiges Spiel gespielt wird?

Da hatte man Bürgern Riesterrenten versprochen und jetzt behaupten die Politiker, dass sie sich geirrt hätten. Das kann ihnen selbst nicht passieren. Sie zweigen nämlich keinen einzigen Cent für ihre eigene Altersvorsorge ab.

Und dann die obige Nachricht:
"Bundesanleihen erleben Rekordhoch"

Das sind Nachrichten wie damals zu DDR-Zeiten. Das ist staatliche Manipulation hoch drei!

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