Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

14.01.2009

07:34 Uhr

Inaternationale Marktberichte

Asien-Börsen: Verlierer von gestern gewinnen heute

Beflügelt von Kursgewinnen der großen Elektronikfirmen haben die Börse in Asien am Mittwoch leicht zugelegt.

Japanischer Aktienmarkt: In Tokio verzeichneten am Mittwoch vor allem die Aktien von Fujitsu und Toshiba Gewinne. Quelle: dpa

Japanischer Aktienmarkt: In Tokio verzeichneten am Mittwoch vor allem die Aktien von Fujitsu und Toshiba Gewinne.

HB TOKIO. In Tokio verzeichneten am Mittwoch vor allem die Aktien von Fujitsu und Toshiba Gewinne, nachdem Toshiba Verhandlungen über den Kauf der Festplattensparte von Fujitsu bestätigt hatte. Auch andere Titel aus der Branche, die am Vortag eingebrochen waren, erholten sich.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index stieg um 0,3 Prozent auf 8438 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index legte um 0,7 Prozent auf 819 Punkte zu. Auch die Aktienmärkten in Südkorea, Hongkong, Shanghai und Singapur notierten fester. Am Vorabend hatten der Dow Jones Index in New York nach dem Auftakt in die Quartalssaison mit Verlusten bei Alcoa 0,3 Prozent schwächer geschlossen.

Auch in Asien herrschte weiter große Ungewissheit über die Unternehmensergebnisse im Vorfeld der bevorstehenden Berichtssaison, sagte Händler Koichi Ogawa in Tokio. "Auch wenn der Markt schlechte Ergebnisse bereits eingepreist hat, will niemand kaufen", sagte er. Deshalb blieben die Handelsumsätze am Mittwoch vergleichsweise gering.

Zu den größten Gewinnern zählten die Aktien der Elektronikhersteller Fujitsu und Toshiba, die um 5,3 beziehungsweise sechs Prozent zulegten. Ein Toshiba-Sprecher bestätigte am Mittwoch einen Medienbericht zu Verkaufsverhandlungen über die Fujitsu-Festplattensparte. Ein Fujitsu-Sprecher erklärte, sein Unternehmen verhandle mit mehreren Interessenten über mögliche Verkäufe oder Allianzen. In einem Bericht der Wirtschaftszeitung "Nikkei" wurde das Volumen eines eventuellen Abschlusses mit Toshiba auf 30 bis 40 Milliarden Yen (335 bis 447 Millionen Dollar) geschätzt.

Auch andere Unternehmen der Branche erholten sich, nachdem die exportabhängigen Firmen am Vortag heftig verloren hatte. Unter anderem gewannen die Papiere des Elektronikherstellers Sony 4,5 Prozent.

Der Euro erholte sich im fernöstlichen Handel leicht, blieb aber im Vorfeld der erwarteten weiteren Leitzinssenkung der EZB weiter unter Druck. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde mit 1,3307 Dollar bewertet nach 1,3192 Dollar im späten New Yorker Handel. Ein Euro war 119,46 Yen wert. Der Dollar wurde mit 89,50 Yen gehandelt. Derzeit gebe es nichts, was den Euro stützen würde, sagte ein Händler. Sollte die Europäische Zentralbank (EZB) die Zinsen nicht deutlich senken, könnte der Euro weiter fallen, sagte er. An den Märkten wird damit gerechnet, dass die EZB im Kampf gegen die Rezession am Donnerstag den Leitzins um 50 Basispunkte auf 2,0 Prozent senkt.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×