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22.01.2004

21:05 Uhr

Index markierte ein neues 18-Monats-Hoch

Dax schließt leicht im Plus

Trotz ermutigender Unternehmensberichte der Technologiefirmen Siemens und SAP ist der Deutsche Aktiensindex (Dax) nur leicht über Vortagsschluss aus dem Handel gegangen. Kursverluste der Aktien am größten Kapitalmarkt der Welt in den USA raubten dem deutschen Leitindex gegen Sitzungsschluss weitgehend die Tagesgewinne.

HB FRANKFURT. So beendete der Xetra-Dax den Computerhandel lediglich mit einem Aufschlag von 0,04 Prozent bei 4139 Punkten, nachdem er zwischenzeitlich ein neues Jahreshoch bei 4171 Zählern erreicht hatte. Der auf den Parkettkursen basierende L-Dax beschloss den Handel gut zwei Stunden später mit einem leichten Minus von 0,07 Prozent bei 4145 Stellen.

Zu Börsenschluss in Frankfurt notierte der US-Standardwerteindex Dow Jones 0,11 Prozent im Minus bei 10.612 Punkten, der führende Index an der Nasdaq büßte rund ein Prozent auf 2122 Stellen ein. Händler machten Gewinnmitnahmen nach dem jüngsten Rekordhoch beim Dow Jones für die Einbußen verantwortlich.

An der Spitze der Dax-Gewinner lagen Metro-Papiere mit einem Plus von 3,5 Prozent, nachdem der Handelskonzern eine hochverschuldete Tochter verkauft hatte. Auf der Verliererseite gaben TUI-Aktien drei Prozent ab, nachdem die Touristik-Titel am Vortag in Reaktion auf den angekündigten Börsengang einer Tochterfirma starke Kursgewinne verbucht hatten. Der TUI-Kurs fiel 4,65 Prozent auf 19,50 Euro. Siemens-Aktien verteuerten sich nach den Quartalszahlen um ein Prozent, SAP-Titel legten 0,5 Prozent zu.

Auch der wiedererstarkte Euro belastete die Aktienkurse. Der Euro kostete am Abend 1,2716 Dollar und damit rund einen US-Cent mehr als am Vortag. Ein steigender Euro verteuert die deutschen Produkte in den USA und belastet damit die Unternehmensgewinne.

Später dementierte Gerüchte im Devisen-Markt, der von den USA gesuchte Moslem-Extremist Osama Bin Laden sei gefaßt worden, führten kurzfristig zu Kursausschlägen bei den Währungsnotierungen. Aktienhändler zeigten sich jedoch relativ gelassen. „In den letzten Wochen war die Terrorangst an den Märkten wie weggeblasen. Deshalb spielt dieses Gerücht heute auch die nicht große Rolle“, sagte Stefan Müller, Eigenhändler beim Bankhaus Sal. Oppenheim.

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