Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

23.10.2013

15:19 Uhr

Indikator

Welthandelsindex steigt auf Rekordniveau

VonSusanne Schier

Nicht nur die Börsen sind auf Rekordjagd. Auch der exklusiv für das Handelsblatt errechnete Welthandelsindex steigt in unbekannte Höhen. Für die Aktienmärkte sind das gute Nachrichten. Ihre Hausse könnte weitergehen.

Container werden auf Lkws aufgeladen – laut dem Welthandelsindex so viele wie nie zuvor. dpa

Container werden auf Lkws aufgeladen – laut dem Welthandelsindex so viele wie nie zuvor.

FrankfurtNach dem Kompromiss im US-Etatstreit richten sich die Blicke der Anleger wieder auf die Unternehmen. Diese haben sich durch die politische Unruhe nicht nervös machen lassen. So stieg der Welthandelsindex im September auf ein neues Rekordniveau von 70,2 Punkten, wie die Vermögensverwaltungsgesellschaft Dr. Markus C. Zschaber in Köln exklusiv für das Handelsblatt errechnet hat.

Auch für die Zukunft äußert sich Zschaber optimistisch: "Unsere Analysen zeigen, dass die Aktivitäten im Welthandel und damit auch in der Weltwirtschaft weiter zunehmen." Es gebe daher gute Chancen, dass "wir nochmals steigende Aktienmärkte im Schlussquartal sehen können", ist er überzeugt. Der Welthandelsindex bietet ein Gesamtbild des Welthandels, da er alle Handelsströme mit Schiffen, Flugzeugen, Eisenbahnen und Lastwagen in einer Kennzahl zusammenfasst. Schon ab Indexständen über 50 Punkten wächst der Welthandel.

Der Welthandelsindex

Der Index

Der Welthandelsindex fasst alle relevanten Daten aus den vier primären Transport- und Handelswegen (Schifffahrt, Schiene, Straße und Lufttransport) zusammen, gewichtet diese und verdichtet sie in einem Index. Der Index bietet zum ersten Mal ein Gesamtbild des Welthandels zusammengefasst in einer Zahl und wird monatlich dem Handelsblatt exklusiv von der V.M.Z. Vermögensverwaltung zur Verfügung gestellt.

Die Deutung

Indexstände oberhalb eines Niveaus von 50 Punkten deuten einen wachsenden Welthandel an, inmitten einer expandierenden Gesamtwirtschaft. Unterhalb des Niveaus von 50 lässt sich dagegen aussagen, dass die Welthandelsaktivität schrumpft, wobei ab einem Niveau von unter 45 sogar eine deutliche Kontraktion der Gesamtwirtschaft zu erwarten ist.

Weitere Informationen

Der Welthandelsindex wird monatlich exklusiv für das Handelsblatt erhoben. Weitere Informationen zum Index finden Sie unter www.welthandelsindex.de

Für eine gewisse Bremswirkung sorgt in einigen Teilen der Welt lediglich die Schuldenverringerung in der Privatwirtschaft. In Kerneuropa sei die Kreditnachfrage nur unterdimensioniert ausgeprägt, erklärt Zschaber. Dagegen gebe es in Südeuropa infolge der Schuldenkrise eigentlich gar kein Kreditangebot der Banken. Gleichwohl überwiegen die positiven Kräfte der global lockeren Notenbankpolitik. Zwar gilt vor allem der Aufschwung in den USA als durch Fed und Regierung subventioniert, die Großindustrie in den USA ist aber Zschaber zufolge stark im Weltmarkt positioniert. Auch die Exportleistungen Chinas tragen zum robusten Status des Welthandels bei. Die Nachfrage nach chinesischen Erzeugnissen steigerte sich zuletzt erneut. Insgesamt dürfte die globale Industriekonjunktur weiter an Fahrt zulegen. Dies hilft auch der exportorientierten deutschen Industrie - Zschaber verweist vor allem auf die Sektoren Automobil, Elektrotechnik und Maschinenbau.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×