Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

20.01.2006

14:46 Uhr

Insgesamt 200 Verdächtige

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen 150 Aufsichtsräte

In der Korruptionsaffäre um den Gasversorger Eon-Ruhrgas ist der Kreis der verdächtigen Lokalpolitiker offenbar noch größer als bisher angenommen.

HB KÖLN. Insgesamt erstrecken sich die Ermittlungen auf rund 200 Personen, sagte Staatsanwalt Günther Feld am Freitag in Köln. Damit bestätigte er einen entsprechenden Bericht der „Kölnischen Rundschau“.

Bei den Verdächtigen handele es sich zum einen um rund 150 Aufsichtsräte von nordrhein-westfälischen Stadtwerken, die auf Kosten des Konzerns an möglichen Vergnügungsreisen nach Norwegen, Spanien, Frankreich und Belgien teilgenommen haben sollen. Darüber hinaus gebe es Hinweise, dass etwa 50 Politiker aus Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland an möglichen Vergnügungsreisen auf Konzernkosten teilgenommen hätten, sagte Feld. Außerdem wird gegen einige Mitarbeiter von Eon-Ruhrgas wegen Vorteilsgewährung ermittelt.

Zuwendungen von Energiekonzernen an Politiker haben immer wieder für Schlagzeilen gesorgt. Im Dezember 2004 trat der Vorsitzende des CDU-Arbeitnehmerflügels, Hermann-Josef Arentz, zurück, weil er sich von RWE hatte weiter bezahlen lassen, obwohl er nicht mehr für den Konzern tätig war.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×