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26.06.2013

16:51 Uhr

Insiderbericht

Griechenland beendet Leerverkaufsverbot für Bankaktien

Insider berichten, Griechenland werde das Verbot von Leerverkäufen für Bankaktien aufheben. Zuvor soll jedoch die Rekapitalisierung der Banken abgeschlossen sein. Die EU-Finanzmarktaufsicht hat bereits zugestimmt.

2011 hatten die Finanzaufseher für alle Aktien Leerverkäufe verboten. Nun will Griechenland dieses Verbot wieder aufheben. dpa

2011 hatten die Finanzaufseher für alle Aktien Leerverkäufe verboten. Nun will Griechenland dieses Verbot wieder aufheben.

AthenGriechenland will nach Informationen von Insidern der Wertpapieraufsicht das Verbot von Leerverkäufen für Bankaktien im August aufheben. Es sei geplant, die Beschränkung zu beenden, sobald die Rekapitalisierung der Banken abgeschlossen sei, sagte ein leitender Beamter der Aufsicht am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Der Schritt sei bereits mit der EU-Finanzmarktaufsicht ESMA abgestimmt. Am Dienstag wurde die Rekapitalisierung der wichtigsten Banken abgeschlossen. Die Institute hatten Aktien ausgegeben, um Kapitallöcher zu stopfen. Das Verbot von Leerverkäufen sollte währenddessen Investoren schützen.

2011 hatten die Finanzaufseher für alle Aktien Leerverkäufe verboten. Leerverkäufe werden für extreme Kursschwankungen verantwortlich gemacht und wurden deswegen zeitweise in mehreren europäischen Ländern untersagt.

Kommentar: Zurück ins Chaos

Kommentar

Zurück ins Chaos

Die neue Koalitionskrise in Athen, ausgelöst durch die Schließung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, trifft Griechenland schwer. Nun drohen dem Land schwere Turbulenzen - und damit auch der Euro-Zone.

Bei diesen Geschäften wetten Investoren wie Hedgefonds auf fallende Kurse: Sie verkaufen Aktien, die sie nicht besitzen, und setzen darauf, sie später billiger zurückzuerwerben. Damit können sich auch Firmen und andere Investoren gegen Kursschwankungen absichern. Ende Januar hatte Griechenland das Verbot bereits für alle Anteilsscheine außer für Bank-Papiere gestrichen.

Das Verbot wurde bereits mehrfach verlängert und läuft nun Ende Juli aus. Griechenlands vier größte Banken - National, Alpha, Piraeus und Eurobank - hatten nach Abschreibungen auf Staatspapiere und faule Kredite einen Kapitalbedarf von 27,5 Milliarden Euro.

Von

rtr

Kommentare (16)

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Augias

26.06.2013, 16:59 Uhr

Griechenland beendet Leerverkaufsverbot für Bankaktien
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Griechenland sollte zu allererst die Mitgliedschaft in der Euro-Zone sofort beenden, denn sie haben ihn sich nur durch massives Betrügen und Bilanzfälschung erschlichen. Wenn diese Leute auch nur einen Funken Stolz hätten, würden sie sofort den Euro aufgeben und aus der EU austreten!

Account gelöscht!

26.06.2013, 17:04 Uhr

PAPPERLAPAPP - GRIECHENLAND IST PLEITE!

Um im Bild zu bleiben: Ungedeckte Leerverkäufe eines Staates wie Griechenland zeigen auf, dass es am Ende ist. Eine letzte Spekulation aufs Glück! Nur sollte man menschliche Verhaltensweisen eines Bankrotteurs, der mit den letzten Kröten zur Spielhalle geht, dann nicht mit dem Schuldner verwechseln, der mit Krediten zum wiederholten Male stets nichts anderes im Schilde führt, als zu zocken.

Es muß ein Ende nehmen mit der Rettungspolitik. Und aus diesem Grunde werde ich definitiv am 22. September d. J. die ALTERNATIVE FÜR DEUTSCHLAND WÄHLEN!

WORAUF SIE SICH VERLASSEN KÖNNEN!

Vicario

26.06.2013, 17:06 Uhr

Zitat : Zuvor soll jedoch die Rekapitalisierung der Banken abgeschlossen sein.

Und so hat sich Griechenland, mit großer Unterstütrzung des Mr. G+S Draghi, in den € schön reingerechnet :

Konkret lief der Schuldendeal von Goldman Sachs mit Griechenland damals so ab: Goldman bot den Griechen ein Kreditderivat an, einen sogenannten Swap. Dabei überschrieb Athen der Bank künftige Einnahmen aus dem Betrieb von Flughäfen, Autobahnen und Lotterien im Gegenzug für dringend benötigtes Geld.

Laut den europäischen Buchhaltungsregeln tauchte diese spezielle Verschuldungsform nicht in den griechischen Staatsbilanzen auf. Der Cross-Currency-Swap an sich war legal. Mit solchen Finanz- Instrumenten werden in Fremdwährungen aufgenommene Staatsschulden zunächst in Euro getauscht - und nach einer gewissen Laufzeit wieder zurück getauscht.
De facto handelt es sich um einen versteckten Kredit, das Staatsdefizit wurde so gedrückt. Dieses Geschäft ließ sich Goldman Sachs ordentlich bezahlen: 300 Millionen Dollar habe Griechenland bis 2009 an das Bankhaus abgeführt, berichtete die "New York Times ".

Und Draghi hat heute unser ganzes Geldwesen über die EZB in der Hand...?!!

Unfassbar !

http://www.t-online.de/wirtschaft/schuldenkrise/id_64188216/so-trickste-sich-italien-in-die-eurozone.html

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