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26.05.2011

14:45 Uhr

Insidergeschäft

BaFin nimmt Gagfah-Aktien unter die Lupe

Die Börsenaufsicht hat Anhaltspunkte für einen Aktien-Insiderhandel des Wohnungskonzerns vor einer Klage der Stadt Dresden. Bevor sich die Stadt zu Wort gemeldet hatte, hatte Gagfah Aktien für 4,7 Millionen Euro verkauft.

Ein Werbeschild mit der Aufschrift: "Wohnungsverkauf" der Wohnungsbaugesellschaft Gagfah. Quelle: ZBSP

Ein Werbeschild mit der Aufschrift: "Wohnungsverkauf" der Wohnungsbaugesellschaft Gagfah.

Frankfurt„Wir haben eine formelle Untersuchung wegen des Verdachts des Insiderhandels in Aktien der Gagfah eingeleitet“, sagte eine Sprecherin der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) am Donnerstag in Bonn.

Rund vier Wochen, bevor sich die Stadt Dresden öffentlich zu Wort gemeldet hatte, hatte Gagfah-Chef William Joseph Brennan Aktien für 4,7 Millionen Euro verkauft.

Der Aktienkurs ging nach der Klage aus Dresden in die Knie. Die Sachsen-Metropole wirft Gagfah vor, die an den vom Finanzinvestor Fortress beherrschten Konzern verkauften ehemals städtischen Wohnungen
vernachlässigt zu haben. Gagfah hat kürzlich angekündigt, künftig mehr in seine Wohnungen zu investieren - was den Kurs erneut abstürzen ließ.

Im Februar noch fast neun Euro wert, notierte das Papier am Donnerstag bei 5,62 Euro. Brennan hatte für je 7,50 Euro verkauft.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Beerwald

26.05.2011, 19:10 Uhr


Es war höchste Zeit, das Verfahren einzuleiten, da der vermutliche Insiderhandel vor Monaten stattfand. Die Investitionen in den Wohnungsbedarf sind dringend erforderlich. Auskünfte nach Paragraph 113 Abs. 4 Aktiengesetz bezüglich Modernisierung des Wohnungsbestandes werden mit dem lächerlich wirkenden Hinweis auf Konkurrenzsituationen oder ein Betriebsgeheimnis vermieden. Die Behandlung der Mieter ist auch im Vergleich zu anderen Wohnungsbaugesellschaften wenig freundlich, um nicht zu sagen schlichtweg unfreundlich, was die Konkurrenzsituation nicht begünstigt.

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