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15.06.2012

18:49 Uhr

Insiderhandel

Ex-Goldman-Aufseher verurteilt

VonRolf Benders

Bei der Unternehmensberatung McKinsey war Rajat Gupta in führender Position, als Verwaltungsrat kontrollierte er Firmen wie Goldman Sachs und Procter & Gamble. Jetzt ist er des Insiderhandels schuldig gesprochen worden.

Ex-Goldman-Sachs-Verwaltungsrat Rajat Gupta vor der Gerichtsverhandlung. AFP

Ex-Goldman-Sachs-Verwaltungsrat Rajat Gupta vor der Gerichtsverhandlung.

New YorkDie US-Behörden haben ihren bislang spektakulärsten Erfolg im Kampf gegen Insidergeschäfte an der Wall Street erzielt. Der 63-jährige Rajat Gupta, ehemals Chef der Unternehmensberatung McKinsey, wurde für schuldig befunden, seine Funktion als Aufsichtsrat bei der Investmentbank Goldman Sachs für illegale Geschäfte genutzt zu haben. Dies teilte am Freitag Staatsanwalt Preet Bharara in Manhattan mit.

Gupta wurde von einer Jury unter anderem für schuldig befunden, vertrauliche Informationen aus Aufsichtsratssitzungen von Goldman Sachs an einen Hedge-Fondsmanager weitergeben zu haben. Ihm drohen nun bis zu 20 Jahre Haft. Beobachter erwarten jedoch, dass der für den 18. Oktober angesetzte Richterspruch niedriger ausfallen wird.

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Die Verurteilung ist der bisher größte Erfolg für Staatsanwalt Bharara und die übrigen Behörden, die seit Jahren mit großem Aufwand gegen Insidergeschäfte vorgehen. Erstmals wurden dabei auch in großem Umfang Telefone und Handys abgehört. Im Zentrum der Ermittlungen stand zunächst der Hedge-Fondsmanager und Gründer des Hedge-Fonds Galleon Raj Rajaratnam, der mit Gupta zusammengearbeitet hat. Rajaratnam verbüßt bereits eine Haftstrafe von elf Jahren.

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In dem Verfahren gegen Gupta sagte Goldman-Sachs-Chef Lloyd Blankfein gleich zwei Mal aus und belastete Gupta schwer.

Kommentare (1)

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HHenzler

16.06.2012, 19:15 Uhr

[+++ Beitrag von der Redaktion gelöscht +++]

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