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07.01.2008

18:15 Uhr

Internationale Aktienmärkte

Börse Zürich schließt schwächer

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Montag nach einem bewegten Handelstag tiefer geschlossen. Nachdem die Indizes sich bis zum Nachmittag in die Gewinnzone vorgearbeitet hatten, kam mit den sich abschwächenden US-Börsen der Umschwung.

dpa-afx ZÜRICH. Nach den sehr schwachen US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag seien die Marktteilnehmer schnell zu Abgaben bereit, hieß es im Handel.

Vermutlich sei die Korrektur noch nicht abgeschlossen. Erst müsse sich weisen, ob die US-Wirtschaft in die Rezession rutscht oder nicht. Im Vorfeld der Berichtssaison werde wohl weiter die Zurückhaltung dominieren, sagten Marktteilnehmer.

Die Meldung, wonach es im Persischen Golf zu Drohgebärden von iranischen Booten der Revolutionsgarden gegen US-Schiffe gekommen sei, habe das Sentiment zusätzlich belastet.

Der SMI der Blue Chips schloss 0,24 Prozent oder 19,41 Stellen tiefer bei 8 110,57 Einheiten. Der SLI, in dem der Einfluss der Schwergewichte eingegrenzt wird, sank gar um 0,94 Prozent auf 1 226,45 Zähler, und der breiter gefasste SPI verlor 0,52 Prozent auf 6 612,89 Punkte.

Vor allem Finanzwerte und konjunkturempfindliche Titel wurden am Nachmittag vom Abwärtsstrudel ergriffen, das Gegensteuer der defensiven Schwergewichte konnte die Indizes nicht mehr im Plus halten.

Die defensiven Schwergewichte Roche (+1,1 Prozent auf 192,10 Franken), Novartis (+1,2 Prozent auf 61,40 Franken) und Nestle (+2,2 Prozent auf 513 Franken) waren als "sichere Häfen" gesucht, wurden jedoch von ihren Höchstständen zurückgenommen. Swisscom schlossen um 0,9 Prozent höher auf 429,75 Franken, während Syngenta (+0,9 Prozent auf 302 Franken) weiter vom positiven Momentum profitierten, das am vergangenem Donnerstag von guten Zahlen des Konkurrenten Monsanto ausgelöst worden war.

Die Finanzwerte wurden hingegen deutlich zurückgestuft. Die Großbankenaktien UBS (-2,6 Prozent auf 48,22 Franken) und Credit Suisse (-2,6 Prozent auf 64 Franken) mussten Federn lassen. Julius Bär sanken gar um 3,6 Prozent auf 81,25 Franken. Presseberichte um weitere Abschreibungen infolge der Kreditkrise belasteten die Branche. Bei der CS wird gemäß der Wochenendpresse mit einem Abschreibungsbedarf von 2,5 Mrd. Franken gerechnet.

Die Versicherer sahen Abschläge im Bereich von 0,8 Prozent auf 76,80 Franken (Swiss Re ) und 2,0 Prozent auf 267,75 Franken (Swiss Life).

Die großen Leidtragenden waren am Berichtstag konjunkturempfindliche Titel von Unternehmen, die besonders unter einer US- oder gar weltweiten Rezession leiden würden. So gaben ABB um 4,7 Prozent auf 28,34 Franken, Adecco um 2,2 Prozent auf 55,35 Franken und Nobel Biocare um 3,4 Prozent auf 266,50 Franken nach. ABB verloren seit Jahresbeginn 13,1 Prozent.

Deutliche Verluste gingen auf verschiedene Technologiewerte, die unter der schwachen Stimmung für den Sektor an der Nasdaq litten. So sanken im SLI Logitech um 5,9 Prozent auf 37,06 Franken. Im breiten Markt verloren Inficon 6,2 Prozent, Austriamicrosystems 6,3 Prozent und Kudelski 6,5 Prozent. Kudelski habe auch unter der Meldung gelitten, wonach sich News Corp beim Kudelski -Kunden Premiere eingekauft habe.

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