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11.12.2014

10:35 Uhr

Internationale Anleihen

Griechische Papiere sind wieder extrem unbeliebt

Während die Bundesanleihen kontinuierlich nachgefragt werden und sogar noch sinkende Rentensätze verzeichnen können, kommen in Griechenland Erinnerungen an die Hochzeit der Eurokrise wieder hoch.

Er kann die internationalen Anleger momentan nicht mehr überzeugen: Der griechische Premierminister Antonis Samaras. dpa

Er kann die internationalen Anleger momentan nicht mehr überzeugen: Der griechische Premierminister Antonis Samaras.

Zehnjährige Deutsche Bundesanleihen haben am Donnerstag mit 0,67 Prozent einen Basispunkt niedriger als am Vortag rentiert. Der Bund Future stieg um elf Basispunkte auf 154,08 Prozent. Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries stieg geringfügig auf 2,17 Prozent.

Die Rendite zehnjähriger italienischer Anleihen stieg um zwei Basispunkte auf 2,08 Prozent, entsprechende spanische Papiere rentierten mit 1,88 Prozent einen Basispunkt höher.

Griechische Papiere rentierten sechs Basispunkte höher bei 8,37 Prozent. „Für einen Anstieg der Risikoaversion sorgte zuletzt die Angst vor vorgezogenen Neuwahlen in Griechenland, aus denen die linksgerichtete Oppositionspartei Syriza aktuellen Umfragen zufolge als Sieger hervorgehen könnte“, hieß es von Viola Julien und Ulrich Wortberg von der Helaba. „In diesem Fall könnten die Reformen ins Stocken geraten und damit die Aussicht auf weitere Hilfsprogramme schwinden.“

Kommentare (5)

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Herr Tobias Wahrsager

11.12.2014, 12:33 Uhr

Es ist das alte griechische Dilemma: Den Euro wollte man
aber die damit verbundenen Pflichten nicht. Euro-Vorteile ohne Euro-Disziplin. Wenn nötig sich auch mit gefälschten Daten in die Euro-Zone einschmuggeln. Besonders schwer wiegt, dass man noch nicht einmal den wahrlich üppigen Steuerhinterziehungsinstinkten des eigenen oberen Einkommensdrittels entgegenzutreten wagt. Stattdessen wird überall nur noch zu Tode gespart. Ein solches Land ist bald schon wieder fällig für eine unbeherrschbare Staatsschuldenkrise, die auch eine Eurokrise ist, da Griechenland eine abwertbare Nationalwährung bräuchte. Stichwort: Wiedergewinnung der Wettbewerbsfähigkeit. Griechenland wird scheitern und mit ihm der Euro wohl auch.

Herr Michael Müller

11.12.2014, 12:59 Uhr

Wer sollte freiwillig in griechische Papiere investieren? Selbst 8,37% sind für das Risiko zu wenig! Ein neuer Schuldenschnitt ist doch selbst für Blinde absehbar!

Herr Roland Hegglin

11.12.2014, 16:09 Uhr

Hr.Müller da muss ich ihnen leider Recht geben.
Problem ist doch das die Politiker Blind sind. Sie müssten nämlich sofort handeln und den GR Schuldenschnitt über die Bühne bringen. Den schon bald sind wieder Parlaments-, und Präsidentschafts Wahlen und dann geht wieder gar nichts mehr.

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