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04.03.2011

08:23 Uhr

Am Nikkei geht es aufwärts. Quelle: Reuters

Am Nikkei geht es aufwärts.

Tokio/HongkongDie Börsen in Asien sind der guten Vorgabe aus New York mit Gewinnen gefolgt.

Der überraschend robuste US-Arbeitsmarkt hat zum Wochenschluss die Aktienmärkte in Fernost beflügelt. Sie näherten sich am Freitag Kursen an, die sie vor der Krise in Libyen erreicht hatten. Die Sorgen wegen der Unruhen im Nahen Osten und Nordafrika seien zwar nicht geschwunden, sagte ein Manager von Nikko Cordial Securities. „Aber der Optimismus angesichts der Erholung der US-Wirtschaft könnte sie aufwiegen.“

Der Euro präsentierte sich stabil und notierte bei 1,3955 Dollar knapp unter dem höchsten Wert seit vier Monaten. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte am Donnerstag eine Zinserhöhung für April in Aussicht gestellt. Das
sei eine Stütze für die europäische Gemeinschaftswährung, sagte Christopher Gothard, Devisen-Händler bei Brown Brothers. Die Schuldenkrise in Europa sei aber noch nicht überstanden.
In Tokio ging der Nikkei-Index der 225 führenden Werte mit einem Plus von einem Prozent auf 10.693 Punkte aus dem Handel. Der breiter gefasste Topix-Index gewann 0,7 Prozent auf 955 Stellen. Auch in Taiwan, Hongkong, Shanghai und Singapur gingen die Kurse nach oben. Südkorea verbuchte sogar ein Plus von 1,7 Prozent.
Die Wall Street hatte am Donnerstag Auftrieb durch sinkende Ölpreise und erfreuliche Zahlen vom gebeutelten US-Arbeitsmarkt erhalten. In der vergangenen Woche beantragten so wenig US-Bürger erstmals Arbeitslosenhilfe wie seit dem Höhepunkt der
Finanzkrise vor zweieinhalb Jahren nicht mehr. Das Augenmerk der Aktienmärkte liegt nun auf dem für diesen Freitag erwarteten Arbeitsmarktsbericht für Februar. Analysten prognostizieren ein Plus von 185.000 Stellen. Der Markt erwarte aber inzwischen mehr
als 200.000, sagten Händler.
Bei den Einzelwerten standen in Tokio wegen des starken Euro vor allem Exportwerte im Mittelpunkt. Die Aktien der Kamerahersteller Nikon und Canon legten jeweils 1,8 Prozent zu. Die Anteilsscheine des Autoherstellers Mazda gewannen über drei Prozent. Zu den größten Gewinnern gehörten mit einem Plus von acht Prozent die Papiere von Sumitomo Electric Industries. Die Wirtschaftszeitung „Nikkei“ hatte berichtet, Sumitomo habe eine besonders günstige wiederaufladbare Batterie entwickelt. Nachdem der Kupferpreis ein Zwei-Wochen-Hoch erreichte, profitierte in Australien die BHP Billiton-Aktie und stieg um 1,5 Prozent. Li & Fung, der größte Wal-Mart-Zulieferer gewann in Hongkong fast vier Prozent. Der MSCI Asia Pacific Index verbuchte einen Anstieg von 1,2 Prozent auf 139,50 Punkte.

Die Wall Street hatte am Donnerstag Auftrieb durch sinkende Ölpreise und positive Zahlen vom gebeutelten US-Arbeitsmarkt erhalten. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,6 Prozent im Plus bei 12.258 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 1,7 Prozent auf 1.330 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 1,8 Prozent zu auf 2.798 Punkte.

Der Dollar wurde fester mit 82,37-41 Yen gehandelt nach 81,88-89 Yen am späten Vortag. Der Euro notierte zum Yen fester mit 114,95-115,02 Yen, zum Dollar lag er bei 1,3955-58.

dpa/Reuters

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