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01.03.2011

07:59 Uhr

Internationale Märkte

Asien-Börsen ziehen Käufer an

Mit Unterstützung der positiven Vorgaben aus New York und dank eines schwächeren Yen hat die Börse in Tokio fester geschossen.

An der Börse in Tokio geht es weiter aufwärts mit den meisten Kursen. Quelle: Reuters

An der Börse in Tokio geht es weiter aufwärts mit den meisten Kursen.

Tokio/HongkongDie japanische Börse hat am Dienstag Gewinne verbucht und fester geschlossen.

Vor allem ausländische Investoren deckten sich verstärkt mit japanischen Aktien ein, weil die Gefahr einer Inflation im Zuge steigender Ölpreise Händlern zufolge als vergleichsweise gering für Japan eingeschätzt wurde. Wegen der Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Proteste im arabischen Raum und ihrer Auswirkungen auf die Energiepreise hielten sich die Gewinne dennoch in Grenzen.

Der Nikkei-Index für 225 führende Werte legte zum Handelsende um 1,22 Prozent auf 10.697 Punkte zu. Der breit gefasste Topix gewann 1,31 Prozent auf 963 Zähler. Zuvor hatte die japanische Regierung von einer leichten Entspannung am Arbeitsmarkt berichtet.
In Sidney legte die Aktien von BHP Billiton um 0,9 Prozent zu, nachdem der Kupferpreis den dritten Tag in Folge weiter gestiegen war. Honda-Aktien gewannen in Tokio 1,4 Prozent, als Begründung wurde der schwächere Yen genannt. Shinsei Bank legten fast sechs Prozent zu, nachdem die Credit Suisse den Wert mit "outperform" empfahl.

Der MSCI Asia Pacific Index legt um 0,8 Prozent zu auf 138,62 Punkte. In Australia, wo die Zentralbank heute den Leitzins auf hohem Niveau unverändert ließ, tendierte der S&P/ASX 200 Index nur wenig verändert. Der chinesische Shanghai Composite Index legte um 0,7 Prozent zu, während in Hongkong der Hang Seng Index fast auf der Stelle trat (plus 0,06 Prozent). Die Börse in Seoul blieb heute geschlossen.

„Investoren aus den USA und Europa sind die wichtigsten Akteure auf dem japanischen Aktienmarkt, aber auch asiatische Anleger steigen nun mit ein, weil Japan eines der wenigen Länder ist, in denen das Risiko von Zinserhöhungen gering ist“, erklärte Analyst Shun Maruyama von Credit Suisse. Japan sei weniger stark von steigenden Ölpreisen betroffen als andere Staaten im asiatischen Raum. Zu den Kursgewinnern in Tokio zählten unter anderem die Aktien von Softbank, deren Kurs um rund ein Prozent zulegte. Einem Bericht der Wirtschaftszeitung „Nikkei“ zufolge plant das Unternehmen in Zusammenarbeit mit General Electric eine neue Datenbank für medizinische Bilder.

Der Yen gab im Vergleich zu den wichtigen anderen Währungen nach. Der Dollar wurde im Schlussgeschäft fester mit 82,19-22 Yen gehandelt nach 81,67-68 Yen am späten Vortag. Der Euro
notierte zum Yen fester mit 113,48-51 Yen nach 112,40-44 Yen. Zum Dollar lag er bei 1,3805-3808 Dollar nach zuvor 1,3762-63 Dollar.

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