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03.05.2011

09:27 Uhr

Internationale Märkte

Mehr Urlaub als Aktienhandel

Dass politische Börsen kurze Beine haben, zeigte sich heute im asiatischen Handel, der für den Dax nur wenig verwertbare Vorlagen lieferte.

Die Kursanzeigetafel im Hintergrund täuscht: Zurzeit tut sich an der Börse in Tokio nichts, weil bis Donnerstag Feiertagsruhe herrscht. Quelle: dapd

Die Kursanzeigetafel im Hintergrund täuscht: Zurzeit tut sich an der Börse in Tokio nichts, weil bis Donnerstag Feiertagsruhe herrscht.

Tokio/HongkongDer Tod Osama bin Ladens hat weltweit nur kurzzeitig zu steigenden Aktienkursen und sinkenden Ölpreisen geführt - Euphorie brach nicht aus. „Alle fühlen sich ganz gut nach der Nachricht. Eine große Auswirkung auf die Wirtschaft wird sie aber nicht haben“, sagte Jerry Harris vom Finanzmakler Sterne Agee in den USA. Zwar gab es am Montag zu Handelsbeginn an den Aktienmärkten in New York ein kurzes Strohfeuer, in Frankfurt sogar anfängliche Kursanstiege von einem Prozent. Im Verlauf schmolzen die Zugewinne aber ab. Der Dollar büßte seine Gewinne zum Euro gar komplett wieder ein. Die Tötung bin Ladens sei für die Entwicklung am Markt einfach zu unbedeutend, sagte Marcus Hettinger von der Credit Suisse. Die Preise für die als „Sicherer Hafen“ geltenden US-Staatsanleihen sanken, weil geopolitische Risiken für die Anleger zunächst nur noch eine etwas untergeordnetere Rolle spielten.
Dass die Börsen das Thema Bin Laden schnell abhaken, bzw. dass politische Börsen wieder einmal nur kurze Beine hatten, zeigte sich heute auch im asiatischen Handel, der für den Dax nur wenig verwertbare Vorlagen lieferte. In Tokio hatte der Nikkei-Index am Montag noch 1,6 Prozent fester geschlossen, vor. Heute blieb die Börse zu. Und weil die sogenannte Goldene Woche mit Feiertagen nur so gespickt ist, bleibt die Aktienbörse in Tokio auch gleich bis Donnerstag geschlossen. Der Shanghai-Composite in China notierte 0,3 Prozent fester, der CSI 300 legte um 0,6 Prozent zu. In Hongkong gab der Hang-Seng-Index um 0,3 Prozent nach auf 23.648 Zähler.

Der Goldpreis fiel den zweiten Tag in Folge auf 1.525 Dollar pro Feinunze.

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