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31.01.2011

02:23 Uhr

Internationale Marktberichte

Nikkei schließt auf Zwei-Monats-Tief

Die angespannte Lage in Ägypten hat auch auf die Börsenkurse in Japan gedrückt. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index fiel auf den niedrigsten Stand seit acht Wochen. Auch die Indizes in Südkorea, Hongkong und Singapur verzeichneten deutliche Verluste. Spekuliert wurde aber auf einen weiter steigenden Ölpreis.

Die Unruhen in Ägypten haben die Märkte in Japan belastet. Quelle: DAPD

Die Unruhen in Ägypten haben die Märkte in Japan belastet.

HB TOKIO/HONGKONG. Belastet von den Unruhen in Ägypten haben die asiatischen Märkte am Montag überwiegend Verluste verzeichnet. Anleger flüchteten in weniger riskante Anlagen, um nicht in Turbulenzen hineingezogen zu werden, wie Händler sagten. In Tokio fiel der Nikkei zeitweise auf den tiefsten Stand seit zwei Monaten, nachdem mehrere Unternehmen ihre Gewinnerwartungen für das Gesamtjahr heruntergeschraubt hatten.

Gegen den Trend legten die Aktienkurse von Energiekonzernen zu, weil Investoren auf einen weiter steigenden Ölpreis spekulierten. Bei den Devisen präsentierte sich der Euro im asiatischen Handel robust bei 1,3615 Dollar.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 1,2 Prozent schwächer bei 10.237 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 1,0 Prozent auf 910 Zähler.

Auch die Indizes in Südkorea, Hongkong und Singapur verzeichneten deutliche Verluste. Dagegen notierten die Börsen in Taiwan und Shanghai leicht im Plus. Der chinesische Shanghai Composite stieg dagegen um 1,1 Prozent auf 2.782 Punkte. In Hongkong gab der Hang-Seng-Index nach, er fiel um 1,12 Prozent auf 23.353 Punkte.

„Die Lage in Ägypten ist im Fluss“, sagte Pimco-Analyst Mohamed El-Erian. Deswegen würden Anleger Aktien meiden und stattdessen in Staatsanleihen und Rohstoffe investieren, die allgemein als sichere Anlagen gelten.

Bei den Einzelwerten verbilligten sich in Tokio die Aktien des IT-Konzerns Fujitsu um mehr als sechs Prozent. Nach einem Gewinneinbruch im dritten Quartal setzte sich das Unternehmen weniger ehrgeizige Jahresziele.

Der Aktienkurs des Filmherstellers Konica Minolta brach um knapp acht Prozent ein, nachdem das Unternehmen ebenfalls seine Gewinnerwartungen für das Gesamtjahr deutlich gesenkt hatte.

Gegen den Trend legten die Papiere des Ölkonzerns Inpex um 0,8 Prozent zu.

Die schweren Ausschreitungen in Ägypten hatten den US-Börsen am Freitag den heftigsten Kurseinbruch seit rund sechs Monaten eingebrockt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab 1,4 Prozent auf 11.823 Punkte nach. Der breiter gefasste S&P-500 fiel um 1,8 Prozent auf 1276 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq büßte sogar 2,5 Prozent auf 2687 Punkte ein.

Bei den Devisen blieb der Euro stabil: Die europäische Einheitswährung tendierte bei 1,3615 Dollar nach 1,3608 im späten US-Handel am Freitag nach. In der vergangenen Woche hatte der Euro noch mit 1,3760 Dollar den höchsten Stand seit zwei Monaten markiert. Zum Yen notierte die US-Währung mit 81,96 Yen unverändert.

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