Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

28.01.2008

20:08 Uhr

Internationaler Aktienhandel

Börse Wien: Kräftige Kursabschläge

Die Wiener Börse hat den Handel am Montag bei durchschnittlichem Volumen mit kräftigen Kursabschlägen beendet. Der Austrian-Traded-Index (ATX) fiel um 3,06 Prozent auf 3 781,94 Einheiten.

dpa-afx/apa WIEN. Die Wiener Börse hat den Handel am Montag bei durchschnittlichem Volumen mit kräftigen Kursabschlägen beendet. Der Austrian-Traded-Index (ATX) fiel um 3,06 Prozent auf 3 781,94 Einheiten. Belastet von negativen Vorgaben aus Übersee hatte sich die Börse im Tagesverlauf sehr schwach gezeigt. Marktteilnehmer beschrieben den Handelsverlauf als ruhig. "Die Umsätze und Kursschwankungen liegen im erwarteten Bereich" so ein Händler. Einzige Ausnahme seien die Aktien der Erste Bank.

Dem Händler zufolge waren deutliche Verluste der Erste Bank hauptverantwortlich für den Rückgang des ATX. Die Aktien schlossen mit einem kräftigen Abschlag von 6,28 Prozent bei 36,10 Euro. Die Aktien der Erste Bank seien weiterhin von einem Analystenkommentar vom vergangenen Freitag belastet. Morgan Stanley hat die Aktien von "Overweight" auf "Underweight" gesenkt. "Da wirkt die Analyse noch nach", sagte der Marktteilnehmer.

Raiffeisen International gehörten ebenfalls zu den schwächsten Werten im ATX. Die Anteilsscheine erlitten einen Verlust von 3,60 Prozent auf 81,47 Euro. Zusätzlich wurde der ATX auch von den Abschlägen bei den Indexschwergewichten der Voestalpine und der OMV belastet. Voestalpine sanken 3,11 Prozent auf 42,00 Euro und OMV gaben um 3,03 Prozent auf 45,77 Euro nach.

Nach großen Verlusten im Tagesverlauf konnten die Aktien der A-TEC Industries ihre Verluste am späten Nachmittag noch deutlich eingrenzen. A-Tec schlossen mit minus 1,79 Prozent bei 63,64 Euro. Die Norddeutsche Affinerie hat die Angebotsunterlagen für das Übernahmeangebot zum Kauf sämtlicher Aktien der belgischen Cumerio veröffentlicht. Größter Einzelaktionär der Norddeutschen Affinerie ist die A-Tec. Händler sehen allerdings keinen Zusammenhang der A-Tec-Aktienverluste mit dem Angebot der Affinerie. Die Abschläge seien vielmehr als Gegenreaktion auf die Kurssprünge am Freitag zu sehen. Das Minus liege zudem im Rahmen der sehr volatilen Kursschwankungen der vergangenen Wochen, hieß es am Markt.

Auch die Aktien der Strabag mussten nach auffälligen Gewinnen am Freitag, kräftige Abschläge von 4,32 Prozent auf 39,00 Euro (205 590 Stück) hinnehmen. Nach mäßigen Verlusten am Vormittag, gaben die Rosenbauer-Anteilsscheine am Nachmittag kräftig nach, und schlossen mit einem Minus von 4,99 Prozent bei 24,19 Euro (16 198 Stück).

An der Spitze des ATX gingen Schoeller-Bleckmann knapp behauptet aus dem Handel. Die Papiere des Ölfeldausrüsters notierten zu Handelsende mit einem Aufschlag von 0,06 Prozent bei 47,13 Euro. Die Wertpapierspezialisten der Erste Bank haben ihr Anlagevotum von "Sell" auf "Hold" angehoben. Das Kursziel wurde von 52 auf 50,60 Euro gesenkt.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×