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09.01.2009

19:02 Uhr

Internationaler Aktienhandel

Börse Zürich: Nestle sehr schwach

Der Schweizer Aktienmarkt ist am Freitag vor allem wegen Nestle mit klar tieferen Kursen aus der Sitzung gegangen und hat damit die Konsolidierungsphase der vergangenen zwei Tage fortgeführt. Im Vergleich zum Schlussstand im alten Jahr vor einer Woche ergab sich aber noch immer ein solides Plus.

dpa-afx ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt ist am Freitag vor allem wegen Nestle mit klar tieferen Kursen aus der Sitzung gegangen und hat damit die Konsolidierungsphase der vergangenen zwei Tage fortgeführt. Im Vergleich zum Schlussstand im alten Jahr vor einer Woche ergab sich aber noch immer ein solides Plus. Am Freitag begann der Handel bereits im Minus, verlief bis am frühen Nachmittag aber in ruhigen Bahnen. Nach der Publikation des Arbeitsmarktberichts in den USA zog die Volatilität aber deutlich an.

Nachdem die Marktteilnehmer die schwachen Daten vorerst mit einer gewissen Erleichterung darüber aufgenommen hatten, setzte sich in der Folge eine etwas pessimistischere Sichtweise durch. Gegen Handelsende baute der SMI dann einen Teil der Verluste wieder ab.

Der SMI < SMI .SFF > verlor schließlich 0,94 Prozent auf 5 697,24 Punkte. Im Wochenvergleich ergab sich ein Plus von 2,9 Prozent. Der 30 Titel umfassende SLI gab 0,41 Prozent auf 821,84 Punkte nach und der breite SPI 0,84 Prozent auf 4 701,1 Punkte.

Das Schlusslicht im SMI bildeten den ganzen Tag über Nestle , die 4,0 Prozent auf 40,38 Franken verloren. Der Titel wurde von einer Rückstufung durch JP Morgan auf "Underweight" von "Neutral" belastet. Vor dem Hintergrund von Deflationsrisiken, Preis-Aktionen in den USA sowie enttäuschenden Marktdaten zeigt sich Jpmorgan für das Unternehmen pessimistischer als der Markt. So rechnet die US-Bank mit einem Umsatzwachstum im laufenden Jahr von lediglich 2,6 Prozent gegenüber der Unternehmensprognose von einem Wachstum zwischen fünf und sechs Prozent. Diese Einschätzung habe im größeren Stil zu Umschichtungen in die Titel des französischen Mitbewerbers Danone geführt, hieß es in Marktkreisen.

Auch Novartis beendeten den Tag nach einem Kommentar von JP Morgan mit einem Verlust, allerdings war er mit 0,4 Prozent auf 53,80 Franken vergleichsweise moderat. JP Morgan hat das Kursziel für die Titel auf 61 von 64 Franken zurückgenommen, bei einer neutralen Einstufung. Insbesondere das schwache Pfund werde einen signifikanten Einfluss auf das Ergebnis im laufenden Jahr haben, hieß es zur Begründung unter anderem.

Größere Abgaben verzeichneten Richemont (-3,6 Prozent auf 20,06 Franken), Swatch Group (-3,1 Prozent auf 143 Franken) und Syngenta (-2,6 Prozent auf 226,60 Franken), gefolgt von Adecco (-1,1 Prozent auf 35,50 Franken). Adecco zogen wie der Gesamtmarkt nach den Arbeitsmarktdaten etwas an, gaben diese Avancen in der Folge aber wieder ab.

Unter den Versicherungen schlossen Swiss Life (-1,0 Prozent auf 76,30 Franken) und Swiss Re (-0,5 Prozent auf 52 Franken) tiefer, während ZFS (+0,6 Prozent auf 237,40 Franken) leicht und Baloise (+3,1 Prozent auf Franken) kräftig zulegten. Baloise erhielten dabei von einem positiven Urteil eines Gerichts in Hamburg Rückenwind. Baloise hat im Konflikt mit dem Deutscher Ring Krankenversicherungsverein vor Gericht zumindest einen Teilsieg errungen.

Noch besser als Baloise gingen lediglich UBS < UBS .ETR > (+3,8 Prozent auf 16,88 Franken) aus dem Handel. Die Zuversicht des insolventen Petrochemie-Riesen Lyondellbasell auf eine Sanierung habe hier zu einer gewissen Erleichterung geführt, hieß es dazu im Handel. Die Großbank beteiligt sich mit 770 Mill. Dollar am Notkredit von 2,2 Mrd. Dollar für Lyondellbasell. Gelinge die Sanierung, steige dadurch die Erfolgsquote der UBS.cf/uh/AWP/gr

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