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09.01.2009

19:22 Uhr

Internationaler Aktienhandel

Börsen in Warschau und Budapest im Minus

Die osteuropäischen Aktienindizes sind am Freitag uneinheitlich aus dem Handel gegangen. Während die Börsen in Warschau und Budapest teils deutliche Verluste verbuchten, schloss die Prager Börse moderat im Plus.

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Die osteuropäischen Aktienindizes sind am Freitag uneinheitlich aus dem Handel gegangen. Während die Börsen in Warschau und Budapest teils deutliche Verluste verbuchten, schloss die Prager Börse moderat im Plus.

Belastet von Sorgen über die Energieversorgung des Landes hat der Budapester BUX 3,58 Prozent auf 12 538,8 Punkte verloren. Experten zufolge könnte sich der russisch-ukrainische Gasstreit in Ungarn deutlicher auswirken als in irgendeinem anderen Land in Zentral- und Osteuropa. Ungarn bezieht rund 80 Prozent seiner Gasimporte aus Russland. Der EU-Schnitt liegt bei lediglich 25 Prozent. Laut dem ungarischen Energieministerium wird für rund 40 Prozent der hiesigen Wirtschaft Gas als Energiequelle verwendet.

Titel von Magyar Olay es Gazipari (Mol) wurden deutlich vom Gasstreit belastet und verloren 4,74 Prozent auf 10 240 Forint. Den Analysten von ING zufolge erscheint das Unternehmen am verwundbarsten unter den Raffinerien in Zentral- und Osteuropa. Ohne die russische Versorgung könnte das Unternehmen nur eine geringe Menge an Produkten herstellen, welche die EU-Standards erfüllen, schrieben die Analysten.

Klar im Minus schlossen auch die Aktien der OTP Bank . Sie erlitten einen Verlust von 3,76 Prozent auf 2 839 Forint. Die Experten von Jpmorgan nahmen ihre Bewertung der Papiere von "Overweight" auf "Neutral" zurück. Gleichzeitig wurde das Kursziel massiv um 70 Prozent auf 3 500 Forint heruntergeschraubt.

Der Warschauer WIG-20 verlor 2,46 Prozent auf 1 817,37 Punkte. Der breiter gefasste WIG-Index sank um 1,84 Prozent auf 27 680,04 Zähler. Unter den Einzelwerten verloren TVN-Titel 5,3 Prozent auf 13,00 Zloty. Die Analysten von Goldman Sachs senkten ihr Votum für die Aktien des TV-Betreibers von "Neutral" auf "Sell".

Titel von Pgnig verbilligten sich um 3,9 Prozent auf 3,70 Zloty. Bedingt durch den Gasstreit zwischen der Ukraine und Russland muss das Unternehmen täglich rund 20 Mill. Kubikmeter seiner eigenen Reserven verbrauchen, um die gesunkenen russischen Importe zu kompensieren. Einem Unternehmenssprecher zufolge sind die eigenen Lager zu rund 80 Prozent gefüllt. Auch die Bankenwerte beendeten den Handel im Minus. So verloren Bank Polski 4,3 Prozent auf 34,33 Zloty, und Pekao gaben um 2,8 Prozent auf 123,00 Zloty nach.

Agora-Papiere stiegen hingegen um 0,4 Prozent auf 17,30 Zloty. Die Aktionäre des Verlagsgruppe sollen am 12. Februar über eine Fortsetzung eines 90 Mill. schweren Aktienrückkaufprogramms abstimmen.

Trotz eines schwachen internationalen Umfeldes gewann der Prager Leitindex PX 0,25 Prozent auf 876,70 Zähler. Gesucht waren die Aktien der Unipetrol und von CEZ. Unipetrol-Titel gewannen 3,29 Prozent auf 151,50 Kronen und die Aktien des Versorgers Ceske Energeticke Zavody (CEZ) legten um 3,03 Prozent auf 837,60 Kronen zu. Klar im Plus zeigten sich daneben auch die Werte von CME mit einem Aufschlag von 1,12 Prozent auf 389,00 Kronen.

Mit einem Abschlag von 3,40 Prozent auf 397,50 Kronen übernahmen hingegen die Papiere von Erste Group die rote Laterne im tschechischen Leitindex. Die Experten der Citigroup senkten ihr Kursziel für die Banktitel, bestätigten aber die Anlageempfehlung "Buy".

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