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23.01.2008

18:10 Uhr

Internationaler Aktienhandel

Europa-Aktien: Nervosität hält weiter an

Die Börsen in Europa haben am Mittwoch weiter nachgegeben. Die Nervosität an den Börsen halte weiter an, sagten Händler. Zudem ließen die Aussagen von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet wohl Hoffnungen einiger Marktteilnehmer auf eine Zinssenkung platzen.

HB PARIS/LONDON. Der europäische Leitindex Eurostoxx 50 sackte bis Handelsschluss um 4,68 Prozent auf 3 577,99 Zähler ab. Der auch Schweizer und britische Werte umfassende Stoxx 50 verlor 3,40 Prozent auf 3 092,17 Zähler. Die Euronext-Börsen rutschten ebenfalls ins Minus und der breit gefasste Euronext 100 gab 3,77 Prozent auf 819,34 Punkte ab. Der Pariser CAC 40 verlor 4,25 Prozent auf 4 636,76 Zähler. Der Londoner Leitindex Ftse 100 fiel um 2,28 Prozent auf 5 609,30 Punkte.

Technologiewerte standen nach ersten Quartalszahlen in der Branche im Fokus: Der größte europäische Chiphersteller Stmicroelectronics hat im vierten Quartal wegen laufenden Restrukturierung weniger Gewinn ausgewiesen. Der bereinigte Gewinn je Aktie (EPS) habe aber mit 0,27 Dollar um ein Cent über der Analystenprognose gelegen, sagten Händler. Die Aktie verlor im sehr schwachen Marktumfeld nur moderate 1,85 Prozent auf 7,97 Euro. Dabei stützten auch nach US-Börsenschluss vorgelegte Zahlen des US-Chipherstellers Texas Instruments (TI) .

Cumerio legten 4,81 Prozent auf 29,39 Euro zu. Die Norddeutsche Affinerie (NA) hat von der EU-Kommission grünes Licht für die Übernahme der belgischen Kupfergesellschaft Cumerio erhalten. Die NA hält mittlerweile rund 30 Prozent an Cumerio.

Aktien von Philips gehörten mit plus 0,93 Prozent auf 24,60 Euro zu den gefragtesten Werten im Eurostoxx 50. Der niederländische Elektronikkonzern wird sich nach einem Pressebericht noch in diesem Jahr weitestgehend von seinen restlichen Anteilen am Flachbildschirm-Hersteller LG Philips LCD trennen. Carrefour standen mit Minus 1,37 Prozent auf 46,07 Euro an vierter Stelle im europäischen Leitindex. Der französische Einzelhändler legt nach Börsenschluss Umsatzzahlen für das abgelaufene Jahr 2007 vor.

Ölwerte litten unter dem schwachen Ölpreis. Royal Dutch Shell verloren 5,23 Prozent auf 1 768 Pence, BP fielen um 4,37 Prozent auf 503,50 Pence. Total standen mit minus 5,82 Prozent auf 46,78 Euro am Ende des CAC-40. Auch die Londoner Minenwerte gerieten unter Druck, weil die Preise für Rohstoffe gesunken waren. Antofagasta sanken um 3,16 Prozent auf 582,50 Pence, Vedanta verloren 3,72 Prozent auf 1 605 Pence. BHP Billiton gaben 2,31 Prozent auf 1 270 Pence ab und Rio Tinto sanken um 3,17 Prozent auf 4 190 Pence.

Prudential gewannen dagegen 1,21 Prozent auf 626 Pence. Chinas zweitgrößter Lebensversicherer Ping An wird sich dem "21st Century Business Herald" zufolge mit großer Wahrscheinlichkeit an dem britischen Lebensversicherer beteiligen.

In Mailand gerieten die Titel des Autobauers Fiat unter Druck und rutschten um 11,56 Prozent auf 14,27 Euro ab. Händler verwiesen auf enttäuschende Ergebnisse der Fiat-Tochter CNH im vierten Quartal. CNH stellt Landmaschinen her. Zudem hatte Sanford Bernstein sein Kursziel für die Aktien des italienischen Autobauers von 15 auf 11 Euro zurück genommen.

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