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15.01.2008

12:00 Uhr

dpa-afx PARIS/LONDON. Die europäischen Börsen sind am Dienstag bis zur Mittagszeit tiefer in die Verlustzone gerutscht. Am Morgen hatte insbesondere die Schwäche an den asiatischen Aktienmärkten die Stimmung belastet sowie enttäuschende Zwischenberichte von Einzelhandelskonzernen. Nun würden vor allem die Quartalszahlen der Citigroup mit Vorsicht erwartet und auch Konjunkturdaten aus den USA dürften im Tagesverlauf in den Fokus der Investoren rücken, sagten Händler. Der weltgrößte Chiphersteller Intel legt nach US-Börsenschluss seine Quartalsbilanz vor.

Der europäische Leitindex Eurostoxx 50 verlor 0,60 Prozent auf 4 211,16 Punkte. Der auch Schweizer und britische Werte umfassende Stoxx 50 gab um 0,70 Prozent auf 3 514,21 Zähler nach. Der Euronext 100 büßte 0,72 Prozent auf 942,75 Punkte ein. In Paris sank der CAC 40 um 0,83 Prozent auf 5 358,80 Zähler. Der Londoner Ftse 100 verlor 1,08 Prozent auf 6 148,50 Punkte.

In Großbritannien litten Tesco und Burberry unter ihren Zwischenberichten. Analysten und Händler äußerten sich beim größten britischen Lebensmittelkonzern Tesco vor allem enttäuscht über den flächenbereinigten Umsatz der zurückliegenden sechs Wochen bis zum 5. Januar. Sie verwiesen dabei auf den gestiegenen Wettbewerb im Sektor bei zugleich rückläufiger Konsumnachfrage. Die Aktie büßte 2,38 Prozent auf 410,00 Pence ein. Die Papiere von Sainsbury profitierten dagegen von einer Studie von Goldman Sachs und gewannen 2,83 Prozent auf 390,00 Pence. Die Aktie der Supermarktkette sei nach den kürzlichen Kursverlusten günstig bewertet und zähle zu den günstigsten im Sektor, urteilte die US-Investmentbank.

Die Titel des britischen Luxus-Modeproduzenten Burberry brachen um 11,82 Prozent auf 429,00 Pence ein. Vor allem im Einzelhandelssegment blieb Burberry mit seinen Umsatzsteigerungen im dritten Geschäftsquartal hinter den Markterwartungen zurück. Zudem herrsche Sorge über den Verlauf des US-Geschäfts, sagten Händler.

Die Aktien der HSBC Holdings büßten 2,84 Prozent auf 788,00 Pence ein. Goldman Sachs rechnet damit, dass die britische Bank weitere Rücklagen in Höhe von 13 Mrd. Dollar bilden muss, um Verluste aus Investitionen auf dem krisengeschüttelten US-Hypothekenmarkt abzudecken.

Die spanische Iberdrola will laut einem Pressebericht Beteiligungen in Portugal verkaufen. Geplant sei die Veräußerung eines vierprozentigen Anteils an Galp Energia und einer Beteiligung von zehn Prozent an Energias de Portugal (EDP) , berichtete die Tageszeitung "Expansion" (Dienstagausgabe). Der Buchgewinn werde bei rund 700 Mill. Euro liegen. Iberdrola konnten ihre frühen Gewinne nicht halten und gaben bis zur Mittagszeit um 1,25 Prozent auf 10,24 Euro nach. EDP sanken um rückten um 0,44 Prozent auf 4,48 Euro.

Safran zählten im Euronext 100 mit plus 3,11 Prozent auf 12,26 Euro zu den größten Gewinnern. Der Triebwerke-Hersteller und Elektronikkonzern hat starke Umsatzzahlen für das abgelaufene Jahr vorgelegt. Der Erlös sei im Vergleich zum Vorjahr um 5,9 Prozent auf 12,0 Mrd. Euro gestiegen, hatte der französische Konzern am Morgen bekanntgegeben./

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