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08.01.2009

18:22 Uhr

Internationaler Aktienhandel

Lustloser Handel in Wien

Die Wiener Börse hat die Sitzung am Donnerstag bei eher geringem Volumen mit deutlich tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel 1,57 Prozent auf 1 869,52 Einheiten.

dpa-afx/apa WIEN. Die Wiener Börse hat die Sitzung am Donnerstag bei eher geringem Volumen mit deutlich tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel 1,57 Prozent auf 1 869,52 Einheiten.

An einem völlig unspektakulären Handelstag schloss der ATX mit einem deutlichen Minus und büßte damit einen Teil seines Vortagesaufschlags wieder ein. Vom Handelsstart weg zeigte sich der Index in der Verlustzone, konnte die Kursabschläge im Späthandel jedoch eingrenzen. Händler sprachen von einem sehr ruhigen Geschäft, das sie bisweilen als "eingeschlafen" bezeichneten.

Die auffälligste Kursbewegung des Tages vollzogen Intercell , die an der Spitze des Kurszettels um 8,95 Prozent fester bei 24,60 Euro schlossen. Übernahmegerüchte um den US-Impfstoffhersteller Crucell durch den Pharmariesen Wyeth gaben den Impfstoffwerten in den USA und Europa Auftrieb. Einem Händler zufolge sei dadurch auch Belebung in den Handel mit Intercell gekommen, deren Aufschläge bei gutem Volumen zustande kamen.

Ansonsten blieben Unternehmensnachrichten und-gerüchte Mangelware. Bei den heimischen Bankenwerten wirkten sich die Nachrichten, dass die Commerzbank fix teilverstaatlicht wird und weitere zehn Mrd. Euro an staatlicher Unterstützung bekommt, so gut wie nicht aus. Schon zuvor waren die Bankentitel im Minus gelegen. Raiffeisen International fielen um 0,63 Prozent auf 20,50 Euro und Erste Group um 3,66 Prozent auf 15,79 Euro.

Unter den übrigen heimischen Blue-Chips zeigten sich Voestalpine am schwächsten mit Kursverlusten von 4,73 Prozent auf 16,70 Euro. Der gesamte Stahlsektor im Euro-Stoxx-600 notierte deutlich im roten Bereich. Die anhaltenden Konjunktursorgen dämpfen die Stahlnachfrage. OMV konnten sich spät von ihrem Tagestief bei 19,55 Euro erholen. Der Ölsektor gehörte europaweit trotz des gesunkenen Ölpreises zu den wenigen Gewinnern.

Century Casinos schlossen um 1,02 Prozent tiefer bei 0,97 Euro. Zu den Aktien wurde eine Analyse veröffentlicht. Die Wertpapierexperten von Unicredit haben das Dollar-Kursziel für die neben Wien auch in New York börsenotierten Aktien von 3,10 Dollar auf 2,80 Dollar reduziert.

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