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23.01.2008

19:00 Uhr

Internationaler Aktienhandel

Moskau: Erklärung des EZB-Chefs belastet Aktien

Nach einer leichten Erholung am Dienstag hat der russische Aktienmarkt seine Talfahrt fortgesetzt. Nach aktivem Geschäft notierte der RTS-Interfax-Index des Computerhandels in Moskau am Mittwoch mit minus 3,9 Prozent bei 1 890,88 Punkten. Der Umsatz verringerte sich auf 90,578 Mill. Dollar (62,150 Mill. Euro).

HB MOSKAU. Gleich nach der Öffnung sei der russische Leitindex dank spekulativen Käufen vor dem Hintergrund der jüngsten Leitzinssenkung durch die US-Notenbank Fed rasant über die Schlussmarke vom Vortag geklettert, hieß es in Moskau. Gegen Mittag hätten sich Gewinnmitnahmen durchgesetzt, die den Index massiv nach unten drückten. Grund dafür sei die jüngste Erklärung von EZB-Chef Jean-Claude Trichet gewesen, nach der die Europäische Zentralbank selbst nach dem Preisverfall an den internationalen Börsen und der jähen Leitzinssenkung in den USA weiterhin der Eindämmung der Inflation treu bleiben werde.

Zu den hemmenden Faktoren zählten Analysten in Moskau auch schwache Indizes in Europa. Zudem habe sich eine negative Dynamik im Handel mit Öl abgezeichnet. Die kurze Euphorie werde bald nach Ansicht von Wladimir Wedenejew von der Bank Moskaus wieder durch Pessimismus abgelöst. "Das Eingreifen der US-Finanzbehörden zeugt davon, dass die US-Wirtschaft bereits in der Rezessionsphase ist, was sich unweigerlich auf das Wachstumstempo der Weltwirtschaft auswirken wird", sagte der Experte.

Gazprom sanken im Parketthandel an der zum RTS-System gehörenden St. Petersburger Effektenbörse um 1,64 Prozent auf 301,8 Rubel (8,387 Euro). Im RTS-Handel in Moskau notierten Gazprom gegen den Tagestrend 0,85 Prozent fester bei 11,9 Dollar. Novatek fanden kein Interesse (21. Januar: 7,33 Dollar).

EES Rossii rutschten um 5,02 Prozent auf 1,04 Dollar ab. Lukoil verloren 2,87 Prozent auf 64,4 Dollar. Rosneft verzeichneten einen Abschlag von 5,92 Prozent auf 7,15 Dollar. Surgutneftegas fielen um 3,66 Prozent auf 0,92 Dollar.

Gazpromneft (einst Sibneft ) verbilligten sich nach dem Vortagsturz um weitere 4,76 Prozent auf 5,0 Dollar. Tatneft (Teilrepublik Tatarstan) schlossen mit minus 5,69 Prozent bei 4,81 Dollar. Transneft-Vorzugsaktien verbuchten einen Verlust von 7,25 Prozent auf 1 600,0 Dollar.

Norilsk Nickel < Nnia.FSE > gaben um 3,81 Prozent auf 214,5 Dollar nach. Polus Soloto gingen mit minus 5,0 Prozent bei 47,5 Dollar aus dem Handel. Severstal (Nordrussland) fanden kein Interesse (22. Januar: 21,1 Dollar). Vsmpo büßten um 2,28 Prozent auf 257,0 Dollar ein.

Sberbank notierten 1,08 Prozent leichter bei 3,66 Dollar. VTB sanken um 3,45 Prozent auf 0,00 420 Dollar. Mosenergo verbilligten sich um 5,07 Prozent auf 0,225 Dollar. Silowyje Maschiny schlossen mit minus 0,49 Prozent bei 0,202 Dollar.

Rostelekom notierten gut behauptet mit plus 0,47 Prozent bei 10,8 Dollar. MTS fielen weiter um 2,8 Prozent auf 12,15 Dollar. Irkut waren nicht gefragt (21. Januar: 0,875 Dollar). Aeroflot zogen um 0,57 Prozent auf 3,52 Dollar an. Awtowas (Lada) wurden nicht gehandelt (22. Januar: 1,82 Dollar).

Die Zentralbank hob den amtlichen Wechselkurs der russischen Währung zur US-Devise um 25,92 Kopeken auf 24,6 325 Rubel je Dollar (Vortag: 24,8 917). Zum Euro sank der amtliche Wechselkurs des Rubels um 13,42 Kopeken auf 35,9 832 Rubel (Vortag: 35,8 490).

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