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31.01.2008

20:12 Uhr

Internationaler Aktienhandel

Osteuropabörsen: Warschau sehr schwach

Die wichtigsten osteuropäischen Aktienmarktindizes haben den Handel am Donnerstag mit Verlusten beendet. Dabei musste die Warschauer Börse den größten Kursrückgang einstecken.

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Die wichtigsten osteuropäischen Aktienmarktindizes haben den Handel am Donnerstag mit Verlusten beendet. Dabei musste die Warschauer Börse den größten Kursrückgang einstecken.

In Budapest gab der Leitindex BUX 1,18 Prozent auf 23 475,45 Zähler ab. Pannonplast- Anteilsscheine sanken nach der Vorlage von Zahlen um 1,04 Prozent auf 1 424 Forint. Im vergangenen Geschäftsjahr war der Gewinn um 61 Prozent auf 345 Mill. Forint eingebrochen. Begründet wurde der Rückgang mit dem Umbau des Unternehmens. Der Konzern wandelt sich von einem Produzenten von Kunststoffteilen zu einem Energiekonzern mit geothermischen Fokus.

Im Sog der Verluste von Finanztiteln an den internationalen Börsen gerieten in Budapest die Titel von OTP Bank deutlich unter Druck. Die Papiere verloren 4,66 Prozent auf 7 340 Forint und stellten damit den Tagesverlierer im Leitindex.

FHB gehörten hingegen zu den wenigen Tagesgewinnern und stiegen um 0,32 Prozent auf 1 550 Forint. An der BUX-Spitze verteuerten sich Emasz um 1,65 Prozent auf 23 890 Forint.

In Warschau sank der Leitindex WIG-20 um 2,08 Prozent auf 2 952,09 Einheiten. Der breiter gefasste WIG-Index verlor 1,45 Prozent auf 47 747,81 Punkte. Im Fokus der Investoren standen nach der Vorlage von Zahlen BRE Bank. Die Aktien fielen um 4,3 Prozent auf 368,00 Zloty. Im vergangenen vierten Quartal waren 142 Mill. Zloty an Nettogewinn erwirtschaftet worden. Die Erwartungen der Analysten wurden damit verfehlt. Das Management werde weiterhin keine Dividende vorschlagen, hieß es am Markt.

Die Aktien des Badezimmerzubehörherstellers Cersanit sanken um 1,8 Prozent auf 29,45 Zloty. In einem Interview mit der Tageszeitung "Parkiet" hatte der Cersanit-Chef Miroslaw Jedrzejczyk angekündigt, bis 2012 rund eine Milliarde Zloty in die Expansion zu investieren. Neben dem organischen Wachstum würde das Unternehmen konstant nach Akquisitionszielen Ausschau halten, so der Cersanit-Chef weiter. Zielregionen seien die Ukraine, Russland und die Balkanhalbinsel.

Besonders deutlich wurde der Leitindex von den Verlusten bei den Indexschwergewichten von Bank Polski und Kghm belastet. Bank Polski sanken um 2,8 Prozent auf 44,70 Zloty und Kghm gaben 3,5 Prozent auf 90,25 Zloty ab.

In Prag verlor der Leitindex PX 1,42 Prozent auf 1 499,60 Einheiten. Orco gaben 1,61 Prozent auf 1 709,00 Kronen ab. Im vergangenen Jahr hatte der Immobilienentwickler vorläufigen Zahlen zufolge einen Nettogewinn von rund 100 Mill. Euro erwirtschaftet und war damit hinter den Erwartungen der Analysten von Wood & Company zurückgeblieben. Besonders enttäuschend sei den Wertpapierexperten zufolge das Nettovermögen je Aktie (Net Asset Value) ausgefallen. Per 31. Dezember lag der Net Asset Value bei 104 Euro je Aktie, die Spezialisten hatten einen Wert von 120 bis 125 Euro prognostiziert.

Unipetrol gewannen 0,66 Prozent auf 288 Kronen. Laut Agenturberichten erwartet der Finanzvorstand Wojciech Ostrowski einen Verlust im vergangenen vierten Quartal. Teilweise seien die Verluste aus länger als ursprünglich angenommen dauernden Schließungen wichtiger Raffinerien zu erklären, so die Berichte weiter.

An der PX-Spitze gewannen Zentiva 3,76 Prozent auf 908.50 Kronen. Händler verwiesen auf eine Aufstockung der Zentiva -Anteile durch die Generali PPF Holding.

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