Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

26.01.2009

20:09 Uhr

Internationaler Aktienhandel

Osteuropas Börsen schließen sehr fest

Die Börsen in Osteuropa haben am Montag sehr fest geschlossen. Das freundliche europäische Umfeld habe die Märkte nach der tiefroten Vorwoche beflügelt, sagten Händler.

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. In Budapest schloss der Markt in einem starken internationalen Börsenumfeld sehr fest. Der BUX verbesserte sich um 2,19 Prozent auf 11 926,51 Punkte.

Die ungarische Regierung will das Budget für 2009 anpassen - ein neues Budget sei aber nicht notwendig, erklärte der ungarische Premier Ferenc Gyurcsany am Sonntag. Die Details sind noch in Ausarbeitung. Außerdem plant Gyurcsany auch Maßnahmen, um die Landeswährung Forint zu stützen. Unter den Einzelwerten zogen MOL - Aktien nach etwas gestiegenen Rohölpreisen mit einem Kurssprung von 5,27 Prozent auf 9 580 Forint die Aufmerksamkeit der Investoren auf sich. Europaweit präsentierten sich auch die Bankenpapiere nach positiven Nachrichten auf Erholungskurs und sehr fest. OTP Bank schossen um etwas mehr als sechs Prozent auf 2 379 Forint hoch.

An der Warschauer Börse stieg der WIG-20 um 3,28 Prozent auf 1 664,39 Zähler. Der breiter gefasste WIG Index kletterte um 2,47 Prozent auf 25 411,09 Punkte. Nach den jüngsten Kursverlusten wirkte die sehr gute Stimmung an den internationalen Leitbörsen Händlern zufolge auch in Polen positiv. Vor allem bei den Finanztitel gab es in Europa starke Kursaufschläge zu beobachten. Die Aktien der Unicredit - Tochter Bank Pekao verteuerten sich um 4,73 Prozent auf 113 Zloty. PKO Bank Polski stiegen um 5,43 Prozent auf 29,89 Zloty. Experten erwarten, dass die Notenbank in Polen am morgigen Dienstag den Leitzins erneut senken wird.

Nach einer Hochstufung von "hold" auf "Buy" durch die Citigroup legten Budimex-Aktien um 3,57 Prozent auf 58,0 Zloty zu. Lentex stiegen um 3,54 Prozent auf 10,25 Zloty, nachdem das Unternehmen einen weiteren Stellenabbau angekündigt hatte.

In Prag gewann der Leitindex PX 2,38 Prozent auf 768,9 Zähler hinzu. Nachdem der tschechische Markt in der gesamten vergangenen Börsenwoche deutliche Tagesverluste verbucht hatte, ging es zum Wochenstart wieder nach oben. Das positive Umfeld an den europäischen Börsen habe auch in Prag beflügelt, sagten Händlern. Tschechien rüstet sich gegen die Wirtschaftskrise. Der kürzlich etablierte "Nationale Wirtschaftsrat der Regierung" hat auf der ersten Sitzung am Sonntag ein Bündel von 250 Maßnahmen vorgeschlagen. Ganz oben auf der Liste steht die Stärkung der Nachfrage nach tschechischen Produkten. Im Unterschied zu Westeuropa und den USA plane die tschechische Regierung aber keine Kapitalspritzen für die Banken, berichteten tschechische Zeitungen.

In einem starken europäischen Finanzsektor konnten auch die tschechischen Bankenpapiere zulegen. Komercni Bank zogen um 1,82 Prozent auf 2 348 Kronen an. Erste Group schossen gar um 7,74 Prozent auf 309 Kronen hoch. Nach gestiegenen Rohölpreisen legten Unipetrol um 3,79 Prozent auf 123,30 Kronen zu.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×