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18.01.2010

18:12 Uhr

Internationaler Aktienhandel

Rohstoffwerte stützen Europa-Börsen

Gestützt auf Gewinne bei den Rohstoffwerten haben die europäischen Aktienmärkte am Montag im Plus geschlossen. So legte der Eurostoxx 50 um 0,60 Prozent auf 2 957,87 Zähler zu und machte damit einen Teil seiner am Freitag erlittenen Verluste wieder wett.

dpa-afx PARIS/LONDON. Gestützt auf Gewinne bei den Rohstoffwerten haben die europäischen Aktienmärkte am Montag im Plus geschlossen. So legte der Eurostoxx 50 um 0,60 Prozent auf 2 957,87 Zähler zu und machte damit einen Teil seiner am Freitag erlittenen Verluste wieder wett. In Paris stieg der CAC-40-Index um 0,58 Prozent auf 3 977,46 Zähler und der Londoner Ftse 100 verbesserte sich um 0,72 Prozent auf 5 494,39 Punkte.

Händler sprachen wegen des "Martin-Luther-King"-Feiertags in den USA von einem ruhigem Handel, bevor sich dann die Nachrichtenlage im Wochenverlauf mit der richtig in Fahrt kommenden US-Berichtssaison beleben werde. Gerhard Schwarz, Stratege bei der Unicredit, nannte indes einen weiteren Grund für die wieder freundliche Stimmung am Markt: "Ich denke, es gibt Grund zur Hoffnung, dass die Berichtssaison insgesamt nicht allzu schlecht ausfallen wird." So habe bereits der Chiphersteller Intel erfreuliche Gewinnzahlen vorgelegt.

Die Minenwerte profitierten von steigenden Rohstoffpreisen. Insofern verteuerten sich die Titel von Eurasian Natural um 3,88 Prozent auf 1.030,00 Britische Pence und die von Anglo American um 3,18 Prozent auf 2.809,00 Pence. Papiere von Kazakhmys kletterten um 2,48 Prozent auf 1.445,00 Pence.

Mit erneuten Berichten über ein Interesse des französischen Energiekonzerns GDF Suez am britischen Stromerzeuger International Power rückten indes die Versorger in den Fokus. Die Unternehmen verhandelten bereits seit Monaten und zuletzt hätten auch die Konzernchefs Gerard Mestrallet und Philip Cox zueinander Kontakt gehabt, wie die britische Zeitung „Sunday Times“ berichtete. Zwar habe GDF Suez noch kein Angebot auf den Tisch gelegt, dem Bericht zufolge hat aber die französische Regierung als Hauptaktionär grünes Licht für die Übernahmepläne gegeben. Cheuvreux-Analyst Damien de Saint-Germain sieht bei einem Zusammenschluss nur begrenzte Synergien auf der Investitionsseite, möglicherweise komme es somit auch nur zu einer Kooperation.

Die Aktien von International Power hatten zwischenzeitlich die Spitzenposition im „Footsie“ inne, fielen dann aber am Indexende um 3,42 Prozent auf 311,00 Pence. Auslöser dieser Kehrtwende war eine am Nachmittag veröffentlichte Mitteilung von International Power, wonach das Unternehmen „nicht mehr mit GDF Suez in Gesprächen über einen Zusammenschluss ihrer Vermögenswerte“ sei. Titel der Franzosen verteuerten sich im EuroStoxx um 2,19 Prozent auf 28,975 Euro.

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