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03.01.2013

12:50 Uhr

Investoren bleiben mutig

Bundesanleihen verdauen Kurseinbruch

Deutsche Staatsanleihen dümpeln um ihren Vortageskurs. Risikofreudige Anleger haben am Vortag den Kurs der Bundesanleihen einbrechen lassen. Der US-Etatstreit schaukelt weiterhin die Märkte durch.

Die Börse in Frankfurt. Deutsche Anleihen ziehen nach dem Kurssturz wieder an. dpa

Die Börse in Frankfurt. Deutsche Anleihen ziehen nach dem Kurssturz wieder an.

Die deutschen Bundesanleihen haben am Donnerstag nur anfänglich leichte Kurgewinne verzeichnet. Die relative Sicherheit der deutschen Staatsanleihen war wieder mehr gefragt, nachdem neue Besorgnis über die US-Haushaltsprobleme aufkam. Im Verlauf pendelte der Kurs der Bunds um die Vortageswerte.

Die deutschen Arbeitslosenzahlen für Dezember wiesen saisonbereinigt einen geringeren Anstieg aus als erwartet. Wie die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mitteilte, erhöhte sich die Zahl der Erwerbslosen um 3000, in einer Umfrage von Bloomberg News war mit einer Erhöhung um 10.000 gerechnet worden. Die Arbeitslosenrate blieb saisonbereinigt mit 6,9 Prozent unverändert gegenüber dem Vormonat.

Was 2012 aus 1.000 Euro wurde

Zypriotische Aktien (CSE)

407 Euro

Öl (WTI)

899 Euro

Spanische Aktien (Ibex)

968 Euro

Chinesische Aktien (Shanghai Composite)

989 Euro

Sparbuch (Durchschnitt)

1005 Euro

Tagesgeld (Durchschnitt)

1014 Euro

US-Staatsanleihen

1029 Euro

Gold

1034 Euro

Bundesanleihen

1038 Euro

Dow Jones

1049 Euro

Silber

1052 Euro

Nikkei 225

1069 Euro

EuroStoxx 50

1149 Euro

Schweizerische Aktien (SMI)

1167 Euro

Italienische Staatsanleihen

1203 Euro

Euro-Unternehmensanleihen (Non-Investment-Grade)

1242 Euro

Irische Staatsanleihen

1297 Euro

Dax

1299 Euro

Griechische Aktien (ASE)

1342 Euro

Griechische Staatsanleihen (inkl. Schuldenschnitt, ohne Rückkauf)

1452 Euro

Türkische Aktien (ISE 100)

1576 Euro

Venezolanische Aktien (IBC)

2882 Euro

Die Rendite der Bundesanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren, die am Mittwoch um bis zu 13 Basispunkte gestiegen war, lag zuletzt kaum verändert bei 1,44 Prozent. Der Terminkontrakt Bund-Future fiel um einen Basispunkt auf 144,06 Prozent.

„Es ist viel zu früh, um auf weitere große Verluste zu setzten”, schrieb Ulrich Wortberg, Stratege bei der Helaba Landesbank Hessen-Thüringen in Frankfurt in einer Kundennotiz. Stattdessen zeige sich Potenzial für einen Stabilisierungstrend nach den Vortagesverlusten, zumal es unwahrscheinlich sei, dass die Fundamentaldaten einen großen negativen Anreiz lieferten, fügte er an.

Zehnjährige Staatsanleihen von Italien und Spanien konnten die kräftigen Vortagsgewinne nicht halten, sondern gaben leicht nach. Die Renditen stiegen auf 4,29 Prozent beziehungsweise 5,01 Prozent. Die zehnjährige Portugal-Rendite sank dagegen weiter und lag zuletzt vier Basispunkte niedriger bei 6,34 Prozent.

Risikofreudige Anleger: Kurse deutscher Staatsanleihen brechen ein

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Am Primärmarkt ist Frankreich aufgetreten und hat insgesamt 7,99 Mrd. Euro über Anleihen mit den Fälligkeiten 2019, 2020, 2022 und 2032 aufgenommen. Die 2022 fälligen Papiere im Volumen von 3,53 Mrd. Euro kamen mit einer rekordniedrigen durchschnittlichen Rendite von 2,07 Prozent an den Markt, nach 2,22 Prozent am 31. Oktober.

Am Markt für US-Staatsanleihen waren die Kurse nach anfänglichen leichten Gewinnen zuletzt kaum verändert zum Vortag. Investoren spekulierten, dass der Haushaltskompromiss zwar eine Rezession verhindern, durch die Steuererhöhungen aber doch das Wachstum verlangsamen wird. Die Rendite der zehnjährigen Treasuries sank um einen Basispunkt auf 1,83 Prozent.

Die Federal Reserve wird im Rahmen ihres neuen Bondkaufprogramms im Tagesverlauf bis zu 5,25 Mrd. Dollar an Treasuries mit Fälligkeit von Januar 2017 bis September 2017 kaufen.

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