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13.01.2011

10:55 Uhr

Italien und Spanien platzieren Anleihen

Schuldenstaaten erkaufen sich Zeit

VonAndrea Cünnen, Anne Grüttner

In der Eurozone macht sich Entspannung breit. Auch Spanien und Italien ist es gelungen, sich frisches Geld am Kapitalmarkt zu beschaffen. Während Spanien heute und Portugal gestern den Investoren weniger Rendite bieten mussten als befürchtet, mussten die Italiener etwas drauf packen.

Die Portugiesen konnten sich erneut Geld am Kapitalmarkt borgen - zu bessere Konditionen als erwartet dpa

Die Portugiesen konnten sich erneut Geld am Kapitalmarkt borgen - zu bessere Konditionen als erwartet

HB FRANKFURT/MAILAND/MADRID/LISSABON. Als drittes Land, der hochverschuldeten Euro-Länder hat auch Italien, in dieser erfolgreich neue Anleihen am Kapitalmarkt platziert. Im Gegensatz zu Spanien und Portugal mussten die Italiener für die Aufnahme von sechs Milliarden Euro aber höhere Zinsen in Kauf nehmen als zuletzt.

Bei Papieren mit einer fünfjährigen Laufzeit stieg die Rendite gegenüber vergangenen November von 3,24 auf 3,67 Prozent. Bei fünfzehnjährigen Anleihen erhöhte sich der Satz von 4,81 auf 5,06. Beide Emissionen waren rund 1,4-fach überzeichnet.

Unterdessen kündigte die Ratingagentur Moody's am Donnerstag eine mögliche Herabstufung der Kreditwürdigkeit von Zypern an. Die derzeitige Aa3-Wertung könne innerhalb der kommenden drei Monate um mindestens einen Punkt herabgesetzt werden. Als Grund wurde die angespannte Haushaltslage sowie die enge Verbindung des Bankensektors des Euro-Landes mit der schwer angeschlagenen Wirtschaft in Griechenland genannt.

Spanien hat sich bereits am Vormittag frisches Geld am Markt beschafft und ist dabei günstiger weggekommen als erwartet. Die Durchschnittsrendite für die fünfjährigen Papiere liege bei 4,542 Prozent, teilte das spanische Finanzministerium mit. Im Vorfeld war über eine Rendite von 4,8 Prozent spekuliert worden. Noch im November verlangten die Investoren aber lediglich 3,576 Prozent Zinsen. Insgesamt nahm die Regierung in Madrid drei Milliarden Euro auf. Die Nachfrage war mehr als doppelt so groß wie das Angebot.

Kommentare (3)

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Otto Hilscher

13.01.2011, 13:25 Uhr

"Schuldenstaaten erkaufen sich Zeit", besser kann man nicht ausdrücken, was jetzt in der EU vor sich geht. Zuerst hieß es, man MUSS Griechenland helfen, um einen Dominoeffekt zu vermeiden. Trotzdem fallen die Steine irland und Portugal um und Spanien wackelt! Es stört auch niemand, dass es mehr als unwahrscheinlich ist, dass alle diese Länder jemals ihre (Hilfs)Kredite inklusive der hohen Zinsen werden restlos zurückzahlen können. Um die Ursachen
der desolaten Staatsfinanzen kümmert sich ja niemand, die werden nicht behoben, also warum soll diesen Ländern künftig genügend Geld zur Verfügung stehen?

dosto

13.01.2011, 14:21 Uhr

ok-
Spanien liegt auf dem Level von California,
die sind auch Pleite und zahlen 4,5 % Zinsen.

Auf diesem Level zwischen 4,5 und 6,5 % fließen Milliardenbeträge wieder an die bond-Front worauf ihr
euch verlassen könnt. in Asien warten gehortete Geld- bestände
darauf um bei diesem Niveau einzusteigen.

Die Jounalisten sollten sich doch mal darum kümmern,
wieviele oder besser wie die Schulden der einzelen Länder sein dürfen um gepflegt über die Runden zu kommen.
Das können ihnen ja mal die Typen bei SP- Moodys etc.
zuflüstern. Vielleicht gibts dann weniger iRRE Schlagzeilen, die allerhöchstens ein paar Hedge-Managern
a la Soros nützen, die natürlich bei beträgen bis 5 Milliarden als auch Einzelkämpfer mitmischen wollen.
Es ist doch ganz klar um den Euro zu kippen, knappert man an ein paar Länder rum, da der Euro als zu groß für
die Typen ist. David schießt Steinchen um mit gut Glück
ein Auge zu treffen.
Die Zinsen stimmen langsam wieder. Sie sind gut für
die Gläubiger und schlecht genug für Schuldner um weiterhin zuviel Schulden zu machen, außer es sind wirklich
Hasardeure.
Aber so langsam wird mir um die Goldfinger bange.
inflation kommt auf, vor allem in Asien ist sie schon da, die Zinsen steigen. Versicherungen können also wieder Geld bunkern. Werden die Angsthasen sich weiter
vermehren? Wir wollen mal die Potenz und Virilität der
Mannschaft i9m Auge behalten.
big Money orientiert sich langsam wieder an bonds,
Neue bonds mit wesentlich höherer Rendite, als das Gelumpe, das man das letzte Jahr un s andrehen wollte.
Selbst die Große FED ist nicht in der Lage momentan gegenzusteuern, trotz wöchtlicher Käufe in alle Positionen, kurz-mittel-langfristig.
Und so langsam liest man zwischen den Zeilen.
Auch,Arbeitslose, ist doch so langsam egel, damit werden wir leben.
Unsere Konzerne machen Gewinne und werden diese weiter machen und das halt ohne Mehrbeschäftigung.
Die Kapitalismus-Karawane zieht weiter und jeder versucht sein Kamel auf diese oder jene Weise vollzuladen.

Geschäft, wie gewöhnlich-nennt man das Alt-Englisch

So Long

Ps. hackt die 7 Mia der italiener ab, it-s done.

dosto

13.01.2011, 22:29 Uhr

EUR/USD 1,3348 +1,67

Das läuft doch locker.
Genauso muß es abgehen.
Die, die gegen den Euro gebasht haben und die die darauf gezockt haben.
Ja. jawohl die haben heute wie man so schön sagt:
in die Scheiße gegriffen.
Das tat weh.

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