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25.02.2014

12:28 Uhr

Italienische Anleihen

Erste Bond-Aktion unter Renzi kommt gut an

Italien hat am Anleihemarkt erfolgreich Milliarden aufgenommen. Unter dem neuen italienischen Ministerpräsidenten Matteo Renzi scheinen die Anleger wieder Hoffnung zu schöpfen.

Belebt die Märkte: Der neue Regierungschef Italiens, Matteo Renzi. dpa

Belebt die Märkte: Der neue Regierungschef Italiens, Matteo Renzi.

FrankfurtDie erste Auktion italienischer Anleihen unter dem neuen Ministerpräsidenten Matteo Renzi ist bei den Anlegern gut angekommen. Das Land sammelte am Dienstag insgesamt 3,5 Milliarden Euros ein und lag damit am oberen Ende des angepeilten Volumens. „Für den Markt ist der Regierungswechsel ein positives Zeichen“, sagte Luca Jellinek von der Credit Agricole. Jetzt müsse man sehen, ob Renzi den hohen Erwartungen auch gerecht werden könne.

2,5 Milliarden Euro entfielen auf eine zweijährige Null-Kupon-Anleihe, deren Rendite auf 0,822 Prozent von 1,031 Prozent im Januar sank. Das ist der niedrigste Stand seit der Einführung des Euro. Die Überzeichnung lag mit 1,7 allerdings etwas niedriger als zuvor mit 1,8. Begeben wurden zudem Bonds mit vierjähriger Laufzeit, deren Verzinsung an die Inflation gekoppelt ist. Die Rendite lag bei 1,20 Prozent nach 1,39 Prozent bei einer ähnlichen Auktion Ende Januar.

Renzi will mit einer Reihe rascher Reformen die Regierungs- und Wirtschaftskrise in der drittgrößten Volkswirtschaft der Euro-Zone beenden. Der Sozialdemokrat hatte seinen Parteifreund Enrico Letta von der Spitze der Regierung verdrängt und ihm mangelnden Reformeifer vorgeworfen. Der italienische Senat hat dem neuen italienischen Ministerpräsidenten bereits das Vertrauen ausgesprochen. Nun muss noch das Abgeordnetenhaus Renzis neue Regierung bestätigen.

Die Ratings der Euro-Länder

Belgien

S&P Rating: AA
Ausblick: Negativ
Moody's Rating: Aa3
Ausblick: Negativ
Fitch Rating: AA
Ausblick: Stabil

Deutschland

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Estland

S&P Rating: AA-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A1
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Finnland

S&P Rating: AAA
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Frankreich

S&P Rating: AA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aa1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AA+
Ausblick: Stabil

Griechenland

S&P Rating: B-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Caa3
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: B
Ausblick: Stabil

Irland

S&P Rating: BBB+
Ausblick: Positiv

Moody's Rating: Ba1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Italien

S&P Rating: BBB
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Baa2
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Luxemburg

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Malta

S&P Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A3
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Niederlande

S&P Rating: AA+
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Negativ

Österreich

S&P Rating: AA+
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Portugal

S&P Rating: BB
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Ba2
Ausblick: Positiv

Fitch Rating: BB+
Ausblick: Negativ

Slowakei

S&P Rating: A
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A2
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Slowenien

S&P Rating: A-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Ba1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Negativ

Spanien

S&P Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Baa3
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Zypern

S&P Rating: B
Ausblick: Positiv

Moody's Rating: Caa3

Ausblick: Negativ

Fitch Rating: B-

Ausblick: Stabil

Italien plant in dieser Woche noch zwei Mal den Kapitalmarkt anzuzapfen - der größte Markttest dürfte am Donnerstag bevorstehen, wenn das Land unter anderem zehnjährige Staatspapiere ausgibt, um insgesamt neun Milliarden Euro einzusammeln.

Von

rtr

Kommentare (1)

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mmnews_de

25.02.2014, 13:22 Uhr

"Unter dem neuen italienischen Ministerpräsidenten Matteo Renzi scheinen die Anleger wieder Hoffnung zu schöpfen."

"Anleger"?

Staaten verschulden sich zu 97% bei Banken und Versicherungen!!!

( Die Versicherungs AGs gehören auch den Bankstern )

Wieso sprechen die gleichgeschalteten Konzernmedien immer von "Anlegern" und nicht Banken???

Gehören die Konzernmedien vielleicht auch diesen Bankstern?

Hängen wir alle am Tropf eines privaten Geldmonopols?

Jeder der das nicht versteht, sollte im Internet nach "Schuldgeldsystem" bzw. "Das Zwangsgeldsystem Mario Fleischmann" oder "Prof. Bernd Senf - Tiefere Ursachen der Krise" suchen.

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