Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

26.11.2012

16:55 Uhr

IWF und EU-Finanzminster

Anleger warten Griechenland-Poker ab

Die Anleger hoffen auf eine Einigung der Euro-Finanzminister mit dem IWF. Zumindest vorläufig könnte das Schicksal Griechenlands aktuell in Brüssel entschieden werden. Die aktuellen Töne sind relativ optistisch.

Sind befreundet: Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und IWF-Chefin Christine Lagarde. dpa

Sind befreundet: Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und IWF-Chefin Christine Lagarde.

FrankfurtFür Devisen- und Anleihe-Anleger in Europa hieß es am Montag wieder einmal Abwarten und nach Brüssel schauen. Denn dort könnte zumindest vorläufig das Schicksal Griechenlands entschieden werden. "Der Optimismus ist hoch, dass ein zumindest vorübergehendes Hilfspaket auf den Weg gebracht werden wird", erklärten die Analysten der Metzler Bank. Darauf handeln mochten die meisten Investoren aber noch nicht. Der Wahlausgang in Katalonien, wo fast zwei Drittel der Sitze im Regionalparlament an Parteien ging, die die Region rund um Barcelona per Referendum von Spanien loslösen wollen, spielte kaum eine Rolle.

Der Euro notierte mit 1,2965 Dollar geringfügig niedriger als am Freitagabend. Der Bund-Future legte 25 Ticks auf 142,37 Punkte zu, machte damit aber nur einen kleinen Teil der Vorwochenverluste gut. Die spanischen und italienischen Staatsanleihen notierten meist kaum verändert.

Griechenland: IWF und EZB werben für Schuldenschnitt

Griechenland

IWF und EZB werben für neuen Schuldenschnitt

Auf einem Gläubiger-Geheimtreffen wird über einen Forderungsverzicht diskutiert.

Vor allem Griechenland stand im Fokus. "Jüngst ließen deutsche Politiker eher optimistische Töne verlauten, sodass wir mit einer neuen Hilfszahlung an die Athener Regierung rechnen", erklärte Helaba-Analyst Rolf Umlauf. In der Vorwoche waren die Verhandlungen am Streit über das langfristige Sanierungsziel für Griechenland zwischen dem IWF und den Euro-Ländern gescheitert. Inzwischen hat sich der Internationale Währungsfonds (IWF)Kreisen zufolge aber bewegt. Medienberichten zufolge drängen IWF und EZB die deutsche Bundesregierung zu einem massiven Forderungsverzicht, was Deutschland aber bislang strikt ablehnt.

Teure Hilfe für Griechenland: Steinbrück fordert Hingabe für Europa

Teure Hilfe für Griechenland

Griechenland könnte teuer werden

Für die Hellas-Hilfen sollen die Deutschen Opfer bringen, findet Steinbrück.

Das Wahlergebnis in Katalonien wurde von den meisten Finanzmarktanalysten nicht nur negativ gesehen. Denn die Regierungspartei, die erst vor kurzem auf den Abspaltungskurs eingeschwenkt war, hatte an Zustimmung verloren. Damit erschwere sich der Weg zu Unabhängigkeit der wirtschaftlich starken spanischen Region, erklärten Analysten. Vorläufig werde es kein Referendum über eine Unabhängigkeit geben. Die Renditen der zehnjährigen spanischen Staatsanleihen zogen um zwei Basispunkte auf 5,65 Prozent an.

Am Devisenmarkt konnte der Yen zum Dollar und Euro etwas Boden gut machen. Der Dollar fiel auf 82,13 Yen von 82,41 Yen am Freitag, der Euro auf 106,45 von 106,86 Yen. "Nach den Kursgewinnen der letzten Zeit ist das eine ganz normale technische Reaktion", sagte ein Händler. Börsianer hatten vorige Woche auf eine weitere Senkung des ohnehin schon niedrigen Leitzinsniveaus in Japan spekuliert.

Von

dpa

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

27.11.2012, 10:35 Uhr

"Anleger warten Griechenland-Poker ab"

Wie viele Jahre wollen die Anleger denn warten?

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×