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03.01.2013

10:06 Uhr

Jahresbilanz

Buffetts Wetten gehen auf

Starinvestor Warren Buffett beweist einmal mehr sein Gespür für Aktien. Mit seiner Investmentholding Berkshire Hathaway schlägt das Orakel von Omaha den S&P 500 deutlich – und wendet eine altbewährte Methode an.

Warren Buffett wird nicht umsonst das „Orakel von Omaha“ genannt. dpa

Warren Buffett wird nicht umsonst das „Orakel von Omaha“ genannt.

New YorkOhne einen größeren Zukauf hat die Investmentholding Berkshire Hathaway des legendären Milliardärs Warren Buffett im abgelaufenen Jahr den US-Benchmarkindex S&P 500 deutlich geschlagen.
Dazu trugen vor allem die lukrativen Beteiligungen an den Banken Wells Fargo und Bank of America und am Kreditkartenanbieter American Express bei. Entsprechend äußern sich die Investoren sehr zufrieden mit den Leistungen und dem Instinkt der teils neuen Investmentmanager von Berkshire. Der Erfolg der Holding ist auch auf das erhöhte Aktienrückkaufprogramm des Unternehmens zurückzuführen.

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Die sogenannten Klasse-A-Aktien haben im Verlauf des vergangenen Jahres um 17 Prozent zugelegt und damit die 13 Prozent des breiten US-Aktienindex S&P 500 klar übertroffen. Buffett hat dem Unternehmen mit Sitz in Omaha im Bundesstaat Nebraska allerdings zur Leistungsmessung seinen favorisierten Parameter verordnet – die Entwicklung des Buchwertes je Aktie. Auch hier schnitt Berkshire bestens ab. Der Buchwert sämtlicher Beteiligungen abzüglich der Verschuldung ist heute mehr als 5000 Mal höher als in den 1960er-Jahren, als Buffett das Unternehmen zu kontrollieren begann.

Diese Aktien hat Buffett im Depot

Aktien im Depot

Berkshire Hathaway, die Holding von Warren Buffett, ist verpflichtet das so genannte Formular 13F zu getätigten Investments bei der US-Börsenaufsicht einzureichen.
Die Mitteilung soll immer innerhalb von 45 Tagen nach Quartalsende erfolgen und alle in den USA gehandelten Aktien, Optionen und Wandelanleihen enthalten.
Nicht ersichtlich wird aus den Aufstellungen, in welche Papiere außerhalb der USA investiert wurde oder wie groß die Barreserven sind. Ebenfalls nicht aufgeführt in der Tabelle sind Optionen, Warrants und Anleihen.

Stand: 30.06.2014, Quelle: Pflichtmitteilung (13F) an US-Börsenaufsicht, Bloomberg

Wells Fargo

Marktwert: 24,3 Milliarden Dollar

Coca Cola

Marktwert: 16,9 Milliarden Dollar

American Express

Marktwert: 14,4 Milliarden Dollar

International Business Mach

Marktwert: 12,7 Milliarden Dollar

Wal Mart

Marktwert: 4,4 Milliarden Dollar

Procter & Gamble

Marktwert: 4,2 Milliarden Dollar

Exxon Mobil

Marktwert: 4,1 Milliarden Dollar

US Bancorp

Marktwert: 3,5 Milliarden Dollar

Moody's

Marktwert: 2,2 Milliarden Dollar

„Wenn man alles zusammennimmt, so ergibt sich ein sehr angenehmes Bild”, sagte Berkshire-Aktionär und Finanzbuchautor Jeff Matthews. In seinem Buch „Warren Buffett's Successor: Who It Is And Why It Matters” beschäftigt er sich mit der Nachfolgefrage bei Berkshire. Buffett, auch genannt das „Orakel von Omaha“, ist mittlerweile 82 Jahre alt.

Im Februar, wenn Buffett traditionell die Zahlen vorlegt, hatte er die Entwicklung des Buchwertes je Aktie als Parameter genannt und das Ziel ausgegeben, dass er sich besser entwickeln solle als im S&P 500. Analyst Meyer Shields von Stifel Nicolaus schätzte den Wert am 31. Dezember auf 113.579 Dollar je Aktie. Für Berkshire Hathaway wäre das eine Wachstumsrate von 7,8 Prozent in jedem der letzten fünf Jahre. Der S&P 500 kommt im gleichen Zeitraum lediglich auf 1,7 Prozent einschließlich Dividenden.

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Zu diesem Ergebnis trug das Aktienportfolio von Berkshire mit einem Volumen von 88 Milliarden Dollar bei. So hatten die Aktien von Wells Fargo und American Express, die zu den größten Investments zählen, mit einem Wachstum vom 20 Prozent den S&P 500 beide geschlagen.

Kommentare (7)

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A.Popp

03.01.2013, 11:43 Uhr

Wann hört es endlich auf, die größten Spekulanten als Helden zu feiern. Die Natur wird zerstört, Milliarden Menschen sind unterernährt, Kriege werden zugunsten der Finanzwirtschaft inszeniert, aber wir himmeln die Täter an. Wie lange hält diese Welt es noch aus? [...]

Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

LeRouge

03.01.2013, 12:54 Uhr

Den Unterschied zwischen einem Spekulant und einem Investor sollten man schon kennen, um sich ein Urteil zu erlauben. Ich empfehle Ihnen die Biographie dieses Herren als Lektüre, dann werden Sie anders über ihn denken.

Oldi

03.01.2013, 13:40 Uhr

A.Popp
Null Ahnung, aber davon viel.
Wann hören sie endlich auf, Kommentare abzugeben, von denen sie offenbar nichts verstehen.

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