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23.06.2015

10:11 Uhr

JP Morgan

US-Bank sieht Comeback des Dax

Die Korrektur des deutschen Aktienmarkts der vergangenen Woche, lockt Investoren zum Einstieg. Die US-Großbank JP Morgan prognostierzt dem Dax einen Boom bis Jahresende.

Die Zeit sei reif, bei deutschen Aktien wieder einzusteigen, sagt die US-Bank JPMorgan Chase. Auch ein Sprecher der Mittelbrandenburgischen Sparkasse in Potsdam meint: „Es ist ein hervorragendes Umfeld für deutsche Unternehmen, und eine glänzende Gelegenheit für Investoren.“ dpa

Deutscher Aktienindex

Die Zeit sei reif, bei deutschen Aktien wieder einzusteigen, sagt die US-Bank JPMorgan Chase. Auch ein Sprecher der Mittelbrandenburgischen Sparkasse in Potsdam meint: „Es ist ein hervorragendes Umfeld für deutsche Unternehmen, und eine glänzende Gelegenheit für Investoren.“

FrankfurtSelbst nach dem Plus von 3,8 Prozent vom Montag wird der Dax immer noch erst zum 14,4-fachen der geschätzten Gewinne seiner 30 Mitglieder gehandelt. Das ist im Vergleich zum europäischen Markt ein Sieben-Monats-Tief. Auf diesem Niveau hält die US-Großbank JP Morgan die Zeit für gekommen, bei deutschen Aktien wieder einzusteigen. Die Bank erwartet bis zum Jahresende einen Kurssprung von 13 Prozent, der den Indexstand auf 13.000 Punkte bringen würde.

Deutsche Aktien vollzogen am Montag ihre stärkste Rally seit 2012, als sich der Optimismus durchsetzte, dass die Auflösung der Pattsituation um Griechenland bevorstehe. Nachdem der Index im zu Ende gehenden Quartal mit einer der schwächsten in Westeuropa war, trauen Investoren deutschen Aktien das Potenzial zu, deutlicher zuzulegen als andere. Eine anziehende Konjunktur, so das Kalkül, werde die Gewinne beflügeln.

Neulinge auf dem Parkett: Wer jetzt an die Börse geht

Deutsche Pfandbriefbank

Das Unternehmen ist aus der zu Finanzkrisen-Zeiten verstaatlichten Hypo Real Estate (HRE) hervorgegangen, die sogar mal im Dax war. Noch im Juli soll der Schritt aufs Frankfurter Parkett erfolgen.

Covestro

Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer spaltet sein Kunststoffgeschäft unter dem Namen Covestro ab und will das Unternehmen bis spätestens Mitte 2016 an die Börse bringen.

ADO Properties

Die Wohnungsgesellschaft Swallowbird nutzt das gute Immobilienklima und will noch in diesem Jahr in Frankfurt an die Börse gehen. Davor soll das auf den Berliner Markt spezialisierte Unternehmen in ADO Properties umbenannt werden.

CBR

Der Damenmodehändler CBR ist besser unter seinen Marken Street One und Cecil bekannt. Er hat erst in dieser Woche seine Börsenpläne verkündet und will rund 200 Millionen Euro einnehmen, um sich für weiteres Wachstum zu rüsten.

Hapag Lloyd

Auch die Container-Reederei liebäugelt mit einem Börsengang. Zuletzt berichtete das „Manager Magazin“, dass es bereits im Herbst so weit sein könnte.

„Es ist ein hervorragendes Umfeld für deutsche Unternehmen und eine glänzende Gelegenheit für Investoren“, sagte Michael Kapler von der Mittelbrandenburgischen Sparkasse in Potsdam. „Der Index ist preiswert, das Wachstum in Europa legt zu, und die Gewinne verbessern sich. Der Rückenwind aus dem niedrigen Wechselkurs des Euro und dem Ölpreis wird sich in den kommenden Quartalen noch deutlicher niederschlagen. Der Dax kann neue Höchststände ansteuern.“

Von 2009 bis zu ihrem Rekordstand im April hatten sich die Kurse deutscher Aktien mehr als verdreifacht, bevor sie im folgenden Ausverkauf in Europa mit am stärksten zu leiden hatten. Ein wieder erstarkender Euro, der Kursverfall an den Anleihemärkten und der Stillstand in den Griechenland- Verhandlungen trugen dazu bei, dass der Dax um bis zu elf Prozent fiel.

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