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13.05.2015

15:52 Uhr

JPMorgan, Morgan Stanley & Co.

Globale Banken wittern Chance bei Börsengängen in Saudi-Arabien

Saudi-Arabien hat den größten Aktienmarkt im Nahen Osten und eine höchst aktive IPO-Branche, die seit 2010 fast zehn Milliarden Dollar eingesammelt hat – davon könnten jetzt auch internationale Banken profitieren.

Global aufgestellte Banken in Saudi-Arabien bemühen sich schon seit Langem um IPOs, aber nicht immer mit Erfolg. dpa

Finanzdistrikt von Riad

Global aufgestellte Banken in Saudi-Arabien bemühen sich schon seit Langem um IPOs, aber nicht immer mit Erfolg.

DüsseldorfDer Würgegriff einheimischer Banken, in dem sich der saudi-arabische Markt für Börsengänge befindet, könnte sich bald lockern. Ab Juni sollen auch Ausländer „von Fall zu Fall“ die Erlaubnis erhalten, bei IPOs in dem Königreich zu investieren, teilte Mohammed Al Jadaan, Leiter der saudischen Kapitalmarktbehörde, mit. Die Lockerung ist Teil der Planungen, den Aktienmarkt des Landes mit einem Volumen von 560 Milliarden Dollar (499 Milliarden Euro) für ausländische Investments zu öffnen.

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Global aufgestellte Banken sehen die neuen Vorschriften als Chance, mehr IPO-Mandate zu gewinnen, indem sie saudischen Unternehmen Zugang zu einer breiteren Investorenbasis bieten. In der Vergangenheit richteten sich die Unternehmen hauptsächlich an einheimische Privatanleger, die Orders wurden online oder über Bankfilialen abgewickelt. Dadurch waren lokale Institute mit großem Retailnetz wie Banque Saudi Fransi oder Samba Capital im Vorteil.

„IPOs sind im Moment zum großen Teil ein lokales Produkt, und viele internationale Banken hatten es schwer, hier bedeutende Erfolge zu erzielen”, sagte Rayan Fayez von JPMorgan Chase & Co. in einem Interview in Riad. „Aber die Chancen für internationale Banken, auf der Origination-Seite eine viel größere Rolle zu spielen, werden zunehmen.“

Saudi-Arabien hat den größten Aktienmarkt und die aktivste IPO-Branche im Nahen Osten. Diese hat seit 2010 fast zehn Milliarden Dollar eingesammelt, verglichen mit nur 5,5 Milliarden Dollar in den Vereinigten Arabischen Emiraten, wie von der Nachrichtenagentur Bloomberg zusammengestellte Daten zeigen. Die National Commercial Bank begab 2014 Aktien für sechs Milliarden Dollar – es war das weltweit zweitgrößte IPO im letzten Jahr nach Alibaba Group Holding Ltd.

Die neue Entwicklung bietet zwar Chancen, aber das größere Hindernis ist die Kultur niedriger Gebühren. Banken und Berater, die am Börsengang der National Commercial Bank mitgewirkt hatten, verdienten damit rund 6,7 Millionen Dollar - nur rund 0,1 Prozent vom Emissionsvolumen. Credit Suisse Group AG und Morgan Stanley dagegen nahmen beim Alibaba-IPO rund 1,2 Prozent ein.

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