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08.07.2014

12:34 Uhr

Kapitalmarkt

Athen leiht sich kurzfristig frisches Geld

Griechenland besorgt sich erneut kurzfristig über eine Milliarde Euro – und will wieder zurück an die Kapitalmärkte: Das schuldengeplagte Land plant die Ausgabe einer Staatsanleihe im Volumen von drei Milliarden Euro.

Athen leiht sich erneut Geld und will die Löcher im Haushalt stopfen. dpa

Athen leiht sich erneut Geld und will die Löcher im Haushalt stopfen.

AthenDas schuldengeplagte Griechenland hat sich erneut kurzfristig 1,625 Milliarden Euro am Kapitalmarkt besorgt. Der Zinssatz für die sechsmonatigen Papiere beläuft sich auf 2,05 Prozent. Er lag damit niedriger als bei vergleichbaren Titeln im Vormonat mit 2,15 Prozent Zinsen, wie die Schuldenagentur PDMA am Dienstag mitteilte. Athen leiht sich regelmäßig kleinere Beträge dieser Art, um Löcher im Haushalt zu stopfen.

Zudem plant Griechenland nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa zum zweiten Mal innerhalb von etwa drei Monaten die Ausgabe einer Staatsanleihe im Volumen von drei Milliarden Euro. Das könnte schon an diesem Mittwoch geschehen, hieß es aus gut informierten Kreisen der Regierung. Die Laufzeit soll mindestens drei Jahre sein. Weitere Details wurden nicht bekannt.

Geldquelle Staatsanleihen

Was sind Staatsanleihen?

Staatsanleihen oder Schuldverschreibungen sind eine der wichtigsten Finanzierungsquellen von Staaten. Im Gegensatz zu Aktien sind diese Wertpapiere mit einem festen Zins ausgestattet und das Kapital wird zu einem bestimmten Zeitpunkt zurückgezahlt.

Wie sicher sind Staatsanleihen?

Anleihen werden in verschiedenen Laufzeiten von zumeist 2 bis 30 Jahren ausgegeben. Lange Zeit galten sie als äußerst sichere Anlageform, da das Risiko eines staatlichen Zahlungsausfalls als sehr gering betrachtet wurde. Mit der Schuldenkrise in Europa ist dieses Bild aber ins Wanken geraten.

Woraus ergibt sich der Zins?

Als Zinszahlung erhält der Anleger die Rendite oder den Effektivzins. Dieser ergibt sich aus dem im Vorhinein festgelegten Zins der Anleihe (Kupon) und dem von ihm gezahlten Marktpreis (Kurs) des Papiers. Sinkt die Nachfrage und damit der Kurs der Anleihe, steigt die Rendite.

Im April – fast vier Jahre nach dem finanziellen Absturz – hatte sich Griechenland erstmals wieder Kapital bei privaten Investoren mit einer längeren Laufzeit beschafft. Athen sammelte damals mit einer Staatsanleihe über eine Laufzeit von fünf Jahren drei Milliarden Euro ein.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Thomas Riemke

08.07.2014, 13:37 Uhr

Ach wie schön. Ein Süchtiger ist wieder in der Lage, sich offiziel neue Drogen besorgen zu können. Wenn das nicht ein Grund zur Freude ist.

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