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04.04.2011

12:37 Uhr

Katergefahr

Hochprozentiges von Underberg mit Risiken

VonLaura de la Motte

Wie gerade viele andere Mittelständler, versucht sich der Schnapshersteller Underberg am Kapitalmarkt zu refinanzieren. Auch Privatanleger können einsteigen. Doch Vorsicht: Angebot und Nachfrage können stark schwanken.

Bunt beleuchtetes Spirituosenregal in einer Frankfurter Kneipe. Quelle: dpa

Bunt beleuchtetes Spirituosenregal in einer Frankfurter Kneipe.

FrankfurtHeute bringt Underberg etwas neues Hochprozentiges heraus. Die Vertriebs- und Produktionstochter des Schnapsherstellers Semper Idem Underberg begibt ihre erste Anleihe.

Damit folgt das Unternehmen Mittelständlern wie dem Anlagenbauer Dürr oder dem Photovoltaik-Hersteller Solarwatt, die sich bereits am Kapitalmarkt refinanzieren. 14 dieser Mittelstandsbonds sind derzeit auf der Plattform Bond-M der Börse Stuttgart gelistet. Jetzt zieht die Börse Düsseldorf nach. Die Underberg-Anleihe ist die erste, die im dortigen Segment „Mittelstandsmarkt“ emittiert wird.

Der Underberg-Bond hat ein Volumen von 50 Millionen Euro und wirft bis 2016 jedes Jahr 7,125 Prozent Zinsen ab. Mit einer Stückelung von 1000 Euro richtet er sich auch an Privatanleger, die die Anleihe ab sofort bis zum 15. April zeichnen können. Das Interesse ist groß, wie aus Finanzkreisen zu hören ist. Investoren, die bei der Platzierung nicht zum Zug kamen, könnten die Nachfrage treiben, sobald der Börsenhandel startet.

„Dann sind in den ersten Tagen Kursgewinne bei der Anleihe möglich“, sagt Gerd Häcker, Portfoliomanager bei der Vermögensverwaltung Huber, Reuss & Kollegen in München. Grundsätzlich aber gilt, wie bei allen Mittelstandsanleihen, dass das geringe Emissionsvolumen den Handel illiquide macht, Angebot und Nachfrage demnach stark schwanken können.

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