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19.02.2015

10:14 Uhr

Keine Dividendenerhöhung

Deutsche Börse unter Druck

Der Chef der Deutschen Börse, Reto Francioni, zieht zum Ende seiner Amtszeit eine positive Bilanz. Aktuell gerät die Börse allerdings etwas unter Druck, eine Dividendenerhöhung ist erstmal gestrichen.

Reto Francioni zieht eine positive Bilanz seiner Amtszeit. „Die Deutsche Börse AG steht ausgezeichnet da“ dpa

Deutsche Börse

Reto Francioni zieht eine positive Bilanz seiner Amtszeit. „Die Deutsche Börse AG steht ausgezeichnet da“

FrankfurtDie Deutsche Börse sieht von einer Dividendenerhöhung ab und verstimmt damit die Anleger. Die Aktien rutschten am Donnerstag in der Spitze um 3,4 Prozent ab auf ein Drei-Wochen-Tief von 66,75 Euro. Sie gehörten zu den schwächsten Dax -Werten. Die Eigentümer müssen sich zum Abschied von Vorstandschefchef Reto Francioni mit einer stagnierenden Dividende von 2,10 Euro je Aktie zufrieden geben. Das sei enttäuschend, sagte ein Händler. Aus Sicht von LBBW-Analyst Martin Peter dürfte die Dividende in den nächsten Jahren allerdings sehr wahrscheinlich leicht angehoben werden.

Reto Francioni zieht derweil eine positive Bilanz seiner Amtszeit. „Die Deutsche Börse AG steht ausgezeichnet da“, sagte der Manager am Donnerstag in Frankfurt. Beim Gewinn stehe der Dax-Konzern weltweit auf Platz drei unter den Börsenbetreibern, gemessen am Börsenwert auf Platz vier.

Aktienkultur in Deutschland

Aktienbesitz

Menschen mit Aktieninvestments im Jahr 2014: 8,4 Millionen

Vorjahr: 8,9 Millionen

Anteil der Bevölkerung über 14 Jahren im Jahr 2014: 13,1 Prozent

Vorjahr: 13,8 Prozent

Investitionsarten

Wie die deutschen Aktionäre investiert sind:

4,3 Millionen Menschen besitzen nur Aktienfonds.

1,6 Millionen Menschen besitzen Aktien und Aktienfonds.

2,5 Millionen Menschen besitzen nur Aktien.

Langfristige Entwicklung

Seit 2001 haben rund 4,4 Millionen Menschen dem Aktienmarkt den Rücken gekehrt.

Aktionärsanzahl 2001: 12,8 Millionen

Aktionärsanzahl 2014: 8,4 Millionen

Aktienbesitz nach Altersgruppen

Das Interesse an Aktien hat in den vergangenen Jahren besonders bei den Jüngeren stark nachgelassen.

Anteil der Aktien- und Aktienfondsbesitzer nach Altersgruppen:

20-29 Jährige: 7,2 Prozent (2001: 17,5 Prozent)

30-39 Jährige: 12,1 Prozent (2001: 27,9 Prozent)

40-49 Jährige: 17,2 Prozent (2001: 25,5 Prozent)

50-59 Jährige: 17,1 Prozent (2001: 24,5 Prozent)

60-69 Jährige: 13,6 Prozent (2001: 14,4 Prozent)

Aktienbesitz nach Beruf

Anteil von Aktienbesitzer nach beruflicher Position:

Leitende Angestellte: 28,4 Prozent

Leitende Beamte: 30,1 Prozent

Selbstständige/Freie Berufe: 26,0 Prozent

Sonstige Beamte: 29,5 Prozent

Öffentlicher Dienst: 22,7 Prozent

Sonstige Angestellte: 14,8 Prozent

Rentner/Pensionäre: 12,3 Prozent

Studenten: 4,3 Prozent

Facharbeiter: 8,9 Prozent

Selbstständige Landwirte: 23,5 Prozent

Schüler: 1,9 Prozent

Sonstige Arbeiter: 4,2 Prozent

Auszubildende: 4,6 Prozent

Aktienbesitz nach Einkommen

Menschen mit höherem Einkommen, haben ein höhere Interesse an Aktien.

Anteil von Aktien und Aktienfondsbesitzern nach Nettohaushaltseinkommen:

750-1.250 Euro: 2,5 Prozent

1.250-2.000 Euro: 6,9 Prozent

2.000-3.000 Euro: 24,6 Prozent

3.000-4.000 Euro: 18,5 Prozent

Über 4.000 Euro: 34,3 Prozent

Aktienbesitz nach Bundesländern

Alte Bundesländer: 13,8 Prozent besitzen Aktieninvestments

Neue Bundesländer: 10,3 Prozent besitzen Aktieninvestments

Gesamt: 13,1 Prozent

Der Schweizer verlässt Ende Mai die Deutsche Börse, an deren Spitze er seit Oktober 2005 stand. Francionis Posten übernimmt zum 1. Juni der frühere oberste Investmentbanker der schweizerischen Großbank UBS, Carsten Kengeter. Im vergangenen Jahr legten die Erlöse der Deutschen Börse erstmals seit 2011 wieder zu, der Überschuss kletterte zum Vorjahr fast um 60 Prozent auf gut 762 Millionen Euro.

Von

rtr

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