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25.05.2011

10:00 Uhr

Kredithilfen

Großanleihen der EU sind begehrt

Die dritte EU-Anleihe zur Finanzierung der Hilfen für die Pleitestaaten ist begehrt. Allerdings nicht ganz so sehr, wie die ersten beiden Bonds zur Rettung von Irland und Portugal.

huGO-BildID: 20101549 ILLUSTRATION - Eine irische Ein-Euro-Münze, aufgenommen am Montag (22.11.2010) in Düsseldorf mit Feuer und Qualm eines Streichholzes (Illustration zur Krise in Irland). Irland wagt einen historischen Schritt: Als erstes Land bittet die Inselrepublik um Finanzhilfe aus dem Euro-Rettungsschirm. Dabei geht es um bis zu 100 Milliarden Euro. Die Euro-Länder und die EU gewähren das Geld, doch sie machen harte Auflagen. Foto: Julian Stratenschulte dpa/lnw +++(c) dpa - Bildfunk+++ Quelle: dpa

huGO-BildID: 20101549 ILLUSTRATION - Eine irische Ein-Euro-Münze, aufgenommen am Montag (22.11.2010) in Düsseldorf mit Feuer und Qualm eines Streichholzes (Illustration zur Krise in Irland). Irland wagt einen historischen Schritt: Als erstes Land bittet die Inselrepublik um Finanzhilfe aus dem Euro-Rettungsschirm. Dabei geht es um bis zu 100 Milliarden Euro. Die Euro-Länder und die EU gewähren das Geld, doch sie machen harte Auflagen. Foto: Julian Stratenschulte dpa/lnw +++(c) dpa - Bildfunk+++

FrankfurtDie Europäische Union hat gestern eine neue Welle an Emissionen zur Finanzierung der Hilfskredite für Irland und Portugal eingeleitet. Sie begab eine Anleihe über 4,75 Milliarden Euro. Diese war nach kurzer Zeit mit Kaufaufträgen über gut elf Milliarden Euro mehr als doppelt überzeichnet.

Damit war sie nicht ganz so gefragt wie die ersten beiden EU-Anleihen zur Finanzierung der Irland-Hilfen, was laut Bankern auch an der langen Laufzeit von zehn Jahren lag. Die Rendite lag bei 3,53 Prozent, was die Refinanzierung für die EU günstig macht.
Das Interesse der Investoren an den Bonds ist wichtig, denn die EU und die Euro-Länder brauchen noch große Summen vom Anleihemarkt. Allein bis Mitte Juni wollen sie Anleihen über weitere knapp elf Milliarden Euro begeben. Die Commerzbank schätzt, dass EU und Euro-Länder für ihre beiden Rettungsschirme in den kommenden beiden Jahren neue Anleihen über noch mehr als 95 Milliarden Euro begeben müssen. Vergangene Woche hatten beide angekündigt, dass sie in diesem Jahr mehr Anleihen als Anfang des Jahres geplant platzieren werden.
Der Grund liegt auf der Hand: Inzwischen hat nach Irland auch Portugal um Kredithilfen gebeten, die refinanziert werden müssen. Die EU hat mit dem gestrigen Papier seit Jahresanfang drei Anleihen über insgesamt 14,35 Milliarden Euro platziert, die Euro-Länder haben bislang erst eine gemeinsame Rettungsanleihe über fünf Milliarden Euro verkauft.

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