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31.07.2015

20:43 Uhr

Krise in Griechenland

Athener Börse soll am Montag wieder öffnen

Die Athener Börse hofft nach fünfwöchiger Zwangspause auf eine Wiedereröffnung Anfang nächster Woche. Auch Bankaktien sollen gehandelt werden – bei hohen Kursauschlägen soll aber ein Sicherheitsmechanismus greifen.

In der Eingangshalle der Athener Börse sollen sich ab Montag wieder die Wertpapierhändler drängen. dpa

Start am Montag?

In der Eingangshalle der Athener Börse sollen sich ab Montag wieder die Wertpapierhändler drängen.

AthenDie Athener Börse öffnet am Montag nach fünfwöchiger Zwangspause wieder. Das griechische Finanzministerium erlaubte den Schritt am Freitag, schränkte den Handel für inländische Anleger aber ein. Eine Sprecherin der Börse sagte, alle Aktien würden gehandelt, auch die der Banken. Für ausländische Investoren gebe es keine Handelsbeschränkung. Der Neustart des Handels war mehrfach verschoben worden.

Die Athener Börse wurde am 29. Juni geschlossen. Damals wurden auch die Banken des Landes dichtgemacht, weil viele Kunden aus Furcht vor einer Staatspleite ihre Konten räumten. Um die Geldflucht zu begrenzen, ist der Kapitalverkehr beschränkt worden. Mittlerweile sind die Banken wieder geöffnet, es gelten aber noch Einschränkungen. Derzeit dürfen pro Woche maximal 420 Euro abgehoben werden.

Nach Angaben der Börse werden Aktien vom Handel ausgesetzt, sobald der Kurs um 30 Prozent nach oben oder unten ausschlägt. Zuvor hatte eine Sprecherin der Börse gesagt, diese Volatilitätsgrenze werde von plus beziehungsweise minus 30 auf 20 Prozent gesenkt. Griechische Anleger dürfen zum Kauf von Aktien kein Geld von ihren Konten bei heimischen Banken abheben.

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Die Europäische Zentralbank hatte der Wiedereröffnung des Aktienmarktes mit Auflagen bereits Anfang der Woche zugestimmt. Da der Handel für Griechen aber eingeschränkt wird, gab es Verzögerungen. Hintergrund waren Probleme mit den IT-Systemen der Banken, die die Beschränkungen umsetzen müssen.

Parallel laufen die Detailverhandlungen für ein drittes Hilfspaket für das hoch verschuldete Land im Volumen bis zu 86 Milliarden Euro. Damit soll eine Staatspleite Griechenlands abgewendet werden. Im Gegenzug soll das Land weitere Reformen und Einsparungen umsetzen.

Von

rtr

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