Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

07.02.2005

08:21 Uhr

Kurs des Dollar kletterte auf ein Drei-Monats-Hoch zum Euro

Tech-Aktien geben Nikkei Schwung

Die Aktienbörse in Tokio hat am Montag mit deutlichen Gewinnen geschlossen. Als Motor erwiesen sich vor allem deutliche Kursgewinne bei den Technologieaktien. Gestützt wurde die Börse nach Händlerangaben von den positiven Vorgaben der Wall Street vom Freitag. Der Dollar erreichte zum Euro nach dem G-7-Treffen und Äußerungen von Fed-Chef Alan Greenspan vom Freitag ein Drei-Monats-Hoch.

HB TOKIO. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 1,23 % höher auf 11 499 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index kletterte um 0,78 % auf 1154 Zähler. Besonders gefragt waren Aktien des weltgrößten Herstellers von Geräten zum Testen von Chips, Advantest, die mehr als vier Prozent zulegten. Auch Anteilscheine des Zulieferers für Chip-Hersteller Tokyo Electron verbesserten sich um 3,7 %. Aktien von Samsung Electronics in Südkorea legten knapp drei Prozent zu. Wie in Tokio konnten auch die Börsen in Hongkong, Singapur und Seoul zum Teil deutliche Zuwächse verbuchen.

"Die Investoren sind sehr zuversichtlich was den Ausblick für den Technologiesektor angeht", sagte Choi Yeong-Kyu von KEB Commerz Investment Trust Management in Südkorea. "Der Markt setzt auch darauf, dass die US-Wirtschaft weiter nachhaltig wächst." In Tokio wiesen Händler auf gleichzeitige Sorgen über die Entwicklung des japanischen Bruttoinlandsproduktes (BIP) hin. Einer Reuters-Umfrage zufolge werden die für den 16. Februar erwarteten Zahlen zum BIP im vierten Quartal 2004 voraussichtlich zeigen, dass die japanische Wirtschaft in diesem Zeitraum um lediglich 0,1 % wuchs. Auch im Vorquartal hatte das Wachstum bei 0,1 % gelegen.

Der Kurs des Dollar kletterte auf ein Drei-Monats-Hoch zum Euro. Ein Euro kostete zu Handelsschluss in Tokio 1,2834 Dollar nach 1,2870 Dollar im späten US-Handel am Freitag. Zur japanischen Währung notierte der Dollar bei 104,24 Yen und verbuchte damit ein leichtes Plus nach 104,07 Yen im US-Handel.

Händler sagten, die optimistischen Äußerungen von US-Notenbankchef Alan Greenspan zum Abbau des US-Leistungsbilanzdefizits hätten sich positiv auf die Kursentwicklung der US-Währung ausgewirkt. Auch die Bekräftigung Chinas beim G-7-Treffen, sein Wechselkurssystem langfristig zu flexibilisieren, habe dem Dollar Auftrieb gegeben. Bei dem Treffen hatte China jedoch auch erklärt, noch gebe es keinen Zeitplan. China steht seit längerem unter Druck, den Wechselkurs des Yuan zu flexibilisieren. Kritiker halten die an den Dollar gekoppelte chinesische Währung für unterbewertet, was der chinesischen Wirtschaft einen Wettbewerbsvorteil verschaffe.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×