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07.06.2013

13:07 Uhr

Kurse

Euro bleibt stark

Der Eurokurs hält seine Gewinne zum Dollar am Ende der Börsenwoche. Experten schauen gespannt nach Amerika, wo heute Arbeitsmarktdaten veröffentlicht werden. Sollten sie gut ausfallen, könnte das den Euro weiter stärken.

In Tokio sinken die Kurse, vor allem Entscheidungen der Fed in Übersee werden mit Spannung erwartet. Der Euro jedoch bleibt stabil. dpa

In Tokio sinken die Kurse, vor allem Entscheidungen der Fed in Übersee werden mit Spannung erwartet. Der Euro jedoch bleibt stabil.

FrankfurtDer Euro hat am Freitagmorgen seine Vortagsgewinne gegenüber dem Dollar nur knapp behauptet. Unterstützung kam von Äußerungen Mario Draghis. Der Präsident der Europäischen Zentralbank hatte auf der Pressekonferenz im Anschluss an die EZB-Ratssitzung in Frankfurt am Donnerstag gesagt, er gehe im Laufe dieses Jahres von einer Konjunkturerholung aus, wenn auch mit langsamerem Tempo. „Da es vonseiten der EZB keine konkreten Zinssenkungssignale gab und Präsident Draghi ein etwas verbessertes Konjunkturbild skizzierte, hat sich der Euro deutlich gefestigt“, konstatierte Helaba-Analyst Ralf Umlauf in einem Kommentar. Der Euro stieg nach Draghis Äußerungen zeitweise auf ein Drei-Monats-Hoch von 1,3306 Dollar. Zum Schluss des Späthandels am Donnerstag hatte der Euro insgesamt 1,2 Prozent gegenüber dem Dollar zugelegt.

Zuletzt wurde die europäische Gemeinschaftswährung jetzt bei 1,3229 Dollar gehandelt. Mit Spannung warten die Marktteilnehmer auf die um 14.30 Uhr Mitteleuropäischer Zeit anstehenden monatlichen Arbeitsmarktzahlen aus den USA. Sie erhoffen sich Hinweise auf die Konjunkturlage, denn von dieser macht die US-Notenbank abhängig, wann und in welchem Umfang sie ihre Anleihekäufe verringern wird. Nach Einschätzung von Analysten könnte der Euro weiterhin an Stärke gewinnen, wenn eine positive Überraschung bei den US-Arbeitsmarktzahlen am Nachmittag ausbliebe. Spekulationen auf eine baldige Straffung der US-Geldpolitik dürften dann einen Dämpfer erhalten und den Dollar schwächen, sagte ein Marktbeobachter.

Eine Umfrage der Agentur Bloomberg deutet an, dass sich die Arbeitslosenquote von derzeit 7,5 Prozent nicht verändern könnte. Von Reuters befragte Experten rechnen im Mai im Schnitt mit einem leichten Stellenaufbau von 170.000 nach 165.000 im Vormonat.
Der Schweizer Franken legte im Laufe des Vormittages zum Euro 0,1 Prozent zu auf 1,2292 Franken. In Relation zum Dollar war der Franken minimal stärker bei 92,89 Rappen.
Der Yen stieg gegenüber dem Euro 0,7 Prozent auf 127,58 Yen. Zum Dollar gewann die japanische Devise 0,6 Prozent auf 96,40 Yen. Am Donnerstag hatte der Yen gegenüber dem Dollar die größte Rally seit drei Jahren hingelegt - er war um 2,1 Prozent geklettert. Finanzminister Taro Aso sagte am Freitag in Tokio, die Regierung werde am Devisenmarkt derzeit nicht intervenieren, um den Kurs zu schwächen. Laut Roberto Mialich, Leitender Währungsstratege bei UniCredit SpA in Mailand, ist der Yen-Anstieg auch auf Eindeckungskäufe von Investoren zurückzuführen, die auf eine fallenden Yen gesetzt hatten.

Kommentare (2)

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07.06.2013, 12:12 Uhr

Na dann hoffen wir mal, daß die Arbeitsmarktdaten in Amerika schlecht ausfallen, sonst steigt der hochgepuschte EURO noch weiter und erschwert den Aussenhandel weiterhin, so daß doch noch weitere Zinssenkungen der EZB erforderlich werden. Ein Teufelskreis - niedrige Zinsen = niederige Erträge, was höhere Prämien bei Versicherungen nach sich zieht und das in Katastrophenzeiten, die sich auch noch negativ auf die Prämien auswirken dürften.

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07.06.2013, 12:14 Uhr

Da hat man wohl zu lange, zu sehr eine Gemeinschaftswährung gestützt, die am Ende alles in den Abgrund zieht.

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