Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

16.07.2014

13:12 Uhr

Kursgewinne

Anleihen aus Krisenländern gefragt

Bundesanleihen legen am Mittwoch geringfügig zu. Bei einer Auktion im Wert von vier Milliarden Euro konnte der Kurse leicht zulegen. Indes werden Bonds von der europäischen Peripherie stark nachgefragt.

Zwerg mit Deutschlandfahne: Die Kurse von Bundesanleihen sind gefallen. dpa

Zwerg mit Deutschlandfahne: Die Kurse von Bundesanleihen sind gefallen.

FrankfurtDeutsche Bundesanleihen haben am Mittwoch zunächst seitwärts tendiert. Nach einer Auktion zehnjähriger Papiere legten die Kurse dann etwas zu. Bundesanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren rentierten zuletzt bei 1,19 Prozent einen Basispunkt niedriger. Der Terminkontrakt Bund-Future stieg um 26 Basispunkte auf 147,76 Prozent. Am Primärmarkt hat die Bundesrepublik Deutschland eine zehnjährige Anleihe um 4 Milliarden Euro aufgestockt. Die Zuteilung lag bei 3,301 Milliarden Euro bei einer durchschnittlichen Rendite von 1,20 Prozent. Die Emission war 1,6-fach überzeichnet.
Bei den zehnjährigen Anleihen aus den Staaten der Euro- Peripherie gab es Kursgewinne. Die Renditen sanken zwischen drei und sechs Basispunkten, während bei Portugal-Bonds die Rendite um sieben Basispunkte zurückging. Die Sorgen der Investoren bei Banco Espirito Santo schwächten sich ab, nachdem der Zentralbankpräsident gegenüber dem Fernsehsender TVI erklärt hatte, die Bank könne ihr Kapital weiter erhöhen.

Staatsanleihen: Renditen im Sinkflug

USA

Rendite (zehnjährige Anleihe): 2,61 Prozent
Renditeveränderung (in den vergangenen drei Monaten): - 17,1 Basispunkte
Quelle: Bloomberg, 10.06.2014

Deutschland

Rendite: 1,38 Prozent
Renditeveränderung: - 24,8 Basispunkte

Italien

Rendite: 2,74 Prozent
Renditeveränderung: - 62,4 Basispunkte

Spanien

Rendite: 2,57 Prozent
Renditeveränderung: - 72,9 Basispunkte

Portugal

Rendite: 3,32 Prozent
Renditeveränderung: - 110,6 Basispunkte

Irland

Rendite: 2,41 Prozent
Renditeveränderung: - 65,9 Basispunkte

Griechenland

Rendite: 5,47 Prozent
Renditeveränderung: - 132,4 Basispunkte

Frankreich

Rendite: 1,71 Prozent
Renditeveränderung: - 48,5 Basispunkte

Finnland

Rendite: 1,57 Prozent
Renditeveränderung: - 35,9 Basispunkte

Österreich

Rendite: 1,66 Prozent
Renditeveränderung: - 24,7 Basispunkte

Niederlande

Rendite: 1,60 Prozent
Renditeveränderung: - 24,6 Basispunkte

Belgien

Rendite: 1,81 Prozent
Renditeveränderung: -52,1 Basispunkte

Großbritannien

Rendite: 2,69 Prozent
Renditeveränderung: - 10,8 Basispunkte

Japan

Rendite: 0,59 Prozent
Renditeveränderung: - 2,5 Basispunkte

Schweiz

Rendite: 0,72 Prozent
Renditeveränderung: - 25,8 Basispunkte

Russland

Rendite: 4,26 Prozent
Renditeveränderung: - 89,3 Basispunkte

Türkei

Rendite: 8,67 Prozent
Renditeveränderung: - 187 Basispunkte

„Der Markt beginnt zu differenzieren”, sagte Christoph Rieger, Leiter Strategie Festverzinsliche bei der Commerzbank AG in Frankfurt. „Er behandelt dies wie ein isoliertes Credit- Ereignis und nicht wie ein systemisches Risiko. Das macht Sinn, nachdem die Regierung erklärt hat, dass es kein Bailout geben wird. Das dürfte die Staatsanleihen stützen.”

Am US-Bondmarkt verzeichneten Treasuries mit zehnjähriger Laufzeit leichte Kursgewinne. Die Rendite sank um einen Basispunkt auf 2,53 Prozent. Die Vorsitzende der US-Notenbank, Janet Yellen, hatte bei ihrer halbjährlichen Anhörung vor dem Bankenausschuss des Senats erklärt, die Fed werde die Niedrigzinspolitik noch eine “beträchtliche Zeit” fortsetzen, auch nachdem die Anleihekäufe beendet sind. Yellen wird im Tagesverlauf vor dem Finanzausschuss sprechen.

„Die US-Konjunktur wird sich erholen, aber es wird keine so starke Erholung sein”, sagte Hideaki Kuriki, Anleihehändler bei Sumitomo Mitsui Trust Asset Management Co. in Tokio. „Bonds sind attraktiv”, da die Renditen stabil seien, weil die Fed die Zinsen niedrig hält, fügte er an.



Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×