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19.12.2014

10:27 Uhr

Kursverluste

Anleger haben weniger Lust auf Bundesanleihen

Investoren am Anleihemarkt bervorzugen spanische und italienische Anleihen und zeigen weniger Interesse an Bundesanleihen. Gute Konjunkturdaten stimmen die Anleger optimistisch – die weniger auf Sicherheit setzen.

Ein Gartenzwerg mit einer Deutschlandflagge: Anleger trennen sich von Bundesanleihen und greifen bei Anleihen der Peripheriestaaten zu. dpa

Ein Gartenzwerg mit einer Deutschlandflagge: Anleger trennen sich von Bundesanleihen und greifen bei Anleihen der Peripheriestaaten zu.

BerlinDie Staatsanleihen der europäischen Kernzone haben sich am frühen Freitag zumeist mit leichten Verlusten präsentiert. Einige Peripheriebonds verzeichneten hingegen Gewinne. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen zog knapp einen Basispunkt auf 0,62 Prozent an. Der Terminkontrakt Bund-Future büßte 13 Basispunkte auf 154,70 Prozent ein.

Der Index für das Verbrauchervertrauen in Deutschland in Januar ist nach Angaben der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) auf einen Wert von neun gestiegen, verglichen mit 8,7 im Vormonat. Von Bloomberg befragte Volkswirte hatten lediglich mit einer minimalen Verbesserung auf 8,8 gerechnet.

Geldquelle Staatsanleihen

Was sind Staatsanleihen?

Staatsanleihen oder Schuldverschreibungen sind eine der wichtigsten Finanzierungsquellen von Staaten. Im Gegensatz zu Aktien sind diese Wertpapiere mit einem festen Zins ausgestattet und das Kapital wird zu einem bestimmten Zeitpunkt zurückgezahlt.

Wie sicher sind Staatsanleihen?

Anleihen werden in verschiedenen Laufzeiten von zumeist 2 bis 30 Jahren ausgegeben. Lange Zeit galten sie als äußerst sichere Anlageform, da das Risiko eines staatlichen Zahlungsausfalls als sehr gering betrachtet wurde. Mit der Schuldenkrise in Europa ist dieses Bild aber ins Wanken geraten.

Woraus ergibt sich der Zins?

Als Zinszahlung erhält der Anleger die Rendite oder den Effektivzins. Dieser ergibt sich aus dem im Vorhinein festgelegten Zins der Anleihe (Kupon) und dem von ihm gezahlten Marktpreis (Kurs) des Papiers. Sinkt die Nachfrage und damit der Kurs der Anleihe, steigt die Rendite.

Enttäuschend fielen hingegen die Zahlen für das britische Verbrauchervertrauen aus. Es sackte von -2 im November auf -4 im Dezember ab. Hier hatten die Experten einen leichten Anstieg auf -1 vorausgesagt, wobei der aktuelle Wert unter ihren niedrigsten Einschätzungen lag. Zehnjährige Gilts rentierten bei 1,87 Prozent einen Basispunkt höher.

Bei den Peripheriebonds sank die Rendite italienischer Papiere um einen Basispunkt auf 1,95 Prozent. Vergleichbare spanische Bonds rentierten einen Basispunkt niedriger bei 1,72 Prozent, nachdem sie zuvor zeitweise auf ein Rekordtief von 1,716 Prozent zurückgefallen waren.

US-Treasuries rentierten bei 2,22 Prozent einen Basispunkt höher. Nachdem die Federal Reserve am Mittwoch ihre Zusicherung, die Zinsen für einen beträchtlichen Zeitraum niedrig zu halten, fallen gelassen hatte, hatten sie den größten Zwei-Tages- Ausverkauf seit 17 Monaten verzeichnet.

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