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30.09.2013

10:53 Uhr

Kursverluste

Italiens Börse leidet unter Regierungskrise

Europas Börsen starten schwach in die Woche – die Verunsicherung in der Causa Berlusconi ist zu groß. Unterdessen bemüht sich der Noch-Regierungschef Letta darum, Ordnung ins Chaos zu bringen.

Der italienische Ministerpräsident Enrico Letta und Staatspräsident Giorgio Napolitano versuchen, die Wogen zu glätten. An den Märkten kommen die Impulse nicht an. AFP

Der italienische Ministerpräsident Enrico Letta und Staatspräsident Giorgio Napolitano versuchen, die Wogen zu glätten. An den Märkten kommen die Impulse nicht an.

MailandAngesichts der Regierungskrise in Italien sind die Aktienkurse an der Börse in Mailand ins Minus gerutscht. Der Leitindex FTSE Mib gab am Montagmorgen bei Beginn des Handels um mehr als zwei Prozentpunkte nach. Auch die Börsen in Frankfurt am Main, London und Paris sackten jeweils um mehr als einen Prozentpunkt ab. Grund war auch hier neben der Unsicherheit über die politische Zukunft Italiens der anhaltende Haushaltsstreit in den USA, die mangels einer Lösung auf die Zahlungsunfähigkeit zuschlitterten.

In Italien hatte der frühere Regierungschef Silvio Berlusconi, dem wegen einer rechtskräftigen Verurteilung wegen Steuerbetrugs der Ausschluss aus dem Senat und letztlich aus der Politik droht, die fünf Minister seiner Partei Volk der Freiheit (PdL) am Samstag zum Rückzug aus der Regierung aufgefordert. Ihr Rücktritt droht die ohnehin instabile Koalition von Ministerpräsident Enrico Letta zu sprengen. Dieser will nun am Mittwoch in beiden Kammern des Parlaments die Vertrauensfrage stellen.

Die Ratings der Euro-Länder

Belgien

S&P Rating: AA
Ausblick: Negativ
Moody's Rating: Aa3
Ausblick: Negativ
Fitch Rating: AA
Ausblick: Stabil

Deutschland

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Estland

S&P Rating: AA-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A1
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Finnland

S&P Rating: AAA
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Frankreich

S&P Rating: AA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aa1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AA+
Ausblick: Stabil

Griechenland

S&P Rating: B-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Caa3
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: B
Ausblick: Stabil

Irland

S&P Rating: BBB+
Ausblick: Positiv

Moody's Rating: Ba1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Italien

S&P Rating: BBB
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Baa2
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Luxemburg

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Malta

S&P Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A3
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Niederlande

S&P Rating: AA+
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Negativ

Österreich

S&P Rating: AA+
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Portugal

S&P Rating: BB
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Ba2
Ausblick: Positiv

Fitch Rating: BB+
Ausblick: Negativ

Slowakei

S&P Rating: A
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A2
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Slowenien

S&P Rating: A-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Ba1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Negativ

Spanien

S&P Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Baa3
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Zypern

S&P Rating: B
Ausblick: Positiv

Moody's Rating: Caa3

Ausblick: Negativ

Fitch Rating: B-

Ausblick: Stabil

Der Sozialdemokrat sagte am Sonntagabend im Fernsehen nach einem Treffen mit Präsident Giorgio Napolitano, er habe nicht die Absicht, „um jeden Preis zu regieren”. In dem Krisengespräch über die „sehr komplizierte Lage” sei er mit dem 88-jährigen Staatschef übereingekommen, das Parlament möglichst rasch mit einzubeziehen. Er wolle aber „nicht das Vertrauen für drei Tage”, betonte Letta. Die Vertrauensfrage werde er mit klaren politischen Zielen verknüpfen.

Von

afp

Kommentare (1)

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werisstLaetta

30.09.2013, 12:13 Uhr

Ooch,...naja. Das ist auch wieder ein Non-Event! Nicht wichtig und deswegen auch nur ein Lückenfüller. Italien gibt es schon so lange und wird es weiter geben. Ist auch egal, welcher Suppenkasper da gerde rumspringt. Die Politik darf sich mit trumwandlerischer Sicherhaeit auf das snfte Ruhekissen EZB legen. Die wird alle srichten. Politische Entscheidungen sind nicht mehr wirklich wichtig. Das Zepter führt die EZB. Auch wenn sie es vielleicht bereut, aber doch nichts dazu sagt. Es ist nun alleinige Aufgabe der EZB, alle Politikfelder in Europa unter die eigene Obhut zu nehmen. Der Weg wurde so eingeschlagen und es geht nicht mehr zurück. Das ist nun mal der Nebeneffekt. Der Drogenrauch kann nur mit Drogen gebändigt werden. Wird auch!

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